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Windows Live® Suchergebnisse Sandinistische Nationale BefreiungsfrontEnzyklopädieartikel
Sandinistische Nationale Befreiungsfront, (Frente Sandinista de Liberación Nacional, FSLN), kurz: Sandinistas oder Sandinisten, linksgerichtete Befreiungsbewegung in Nicaragua, die 1979 die seit 43 Jahren bestehende Diktatur der Somoza-Dynastie stürzte und Präsident Anastasio Somoza Debayle absetzte. Die Sandinistische Befreiungsfront wurde Anfang der sechziger Jahre von Carlos Fonseca Amador, Silvio Mayorga und Tomás Borge Martínez gegründet und nach dem Guerillaführer Augusto Sandino benannt. Ende des Jahrzehnts wurden die Sandinisten von der Nationalgarde nahezu ausgelöscht, gewannen Anfang der siebziger Jahre aber wieder an Boden. Spektakuläre Überfälle 1974 und 1978 brachten den Sandinisten nicht nur große Geldsummen für ihre Aktionen und die Freilassung inhaftierter Mitstreiter ein, sondern stellten auch das Somoza-Regime zutiefst bloß. Ende 1978 begannen die Sandinisten, offen gegen das Regime zu rebellieren. Als die USA 1979 der Somoza-Diktatur die Unterstützung entzogen, brach das Regime sofort zusammen, und die Sandinisten übernahmen mit Daniel Ortega an der Spitze die Führung in der „Junta des Wiederaufbaus”, der neuen Regierung. Bei den Wahlen 1984 gewann die FSLN mehr als zwei Drittel der Sitze, und Ortega wurde zum Staatspräsidenten gewählt. 1990 musste die FSLN die Macht an die 14 Parteien der Nationalen Oppositionsunion (Unión Nacional Opositora, UNO) abgeben, die 1996 von dem rechtsliberalen Parteienbündnis Alianza Liberal als dominierende Kraft abgelöst wurde; die FSLN blieb jedoch als starke Oppositionspartei auch weiterhin einflussreich. 2006 kehrte sie an die Macht zurück: Nach 16 Jahren in der Opposition wurde sie wieder stärkste Fraktion im Parlament und Ortega nach drei Fehlversuchen (1990, 1996 und 2001) zum Präsidenten gewählt.
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