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Indonesien

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Indonesien (Flagge und Hymne)Indonesien (Flagge und Hymne)
Artikelgliederung
1

Einleitung

Indonesien, offiziell Republik Indonesien, Inselstaat in Südostasien, umfasst den größten Teil des Malaiischen Archipels.

Indonesien besteht aus 13 677 Inseln, die sich auf einer Länge von ungefähr 5 100 Kilometern beiderseits des Äquators erstrecken. Dazu gehören die Großen Sunda-Inseln Borneo (Kalimantan; ohne den nordwestlichen Teil), Sumatra, Java und Celébes (Sulawesi), die Kleinen Sunda-Inseln (mit Ausnahme von Timor-Leste), die Molukken und ein Teil Neuguineas. Indonesien grenzt auf Borneo an Malaysia. Der westliche Teil Neuguineas (Papua) steht unter indonesischer Verwaltung, der östliche Teil gehört zu Papua-Neuguinea.

Im Norden Indonesiens befinden sich das Südchinesische Meer, die Celébessee und der Pazifische Ozean, im Süden und Westen liegt der Indische Ozean. Zwischen den Inselketten liegen Javasee, Floressee und Bandasee, Meeresteile des Pazifischen Ozeans. Indonesien umfasst eine Fläche von 1 904 570 Quadratkilometern, damit ist es der flächenmäßig größte Staat in Südostasien. Hauptstadt und größte Stadt des Landes ist Jakarta.

2

Land

Die indonesischen Inseln befinden sich auf dem als Sundaplatte bezeichneten südöstlichsten Teil der Eurasischen Platte (siehe Plattentektonik). Sie bestehen überwiegend aus kristallinen Gesteinen, die von Sand- und Kalksteinschichten überlagert werden. Mit Ausnahme von Borneo sind die Inseln durch aktiven Vulkanismus, verbunden mit starker Erdbebentätigkeit, gekennzeichnet. Ihre tektonische Labilität basiert auf der Lage im Grenzbereich zur Indisch-Australischen Platte (siehe Sundagraben) im Westen und Süden sowie zur Philippinischen Platte im Nordosten.

2.1

Physische Geographie

Der überwiegende Teil der Landesfläche wird von den Gebirgen des Sundasystems eingenommen. Nur auf den größeren Inseln Sumatra, Borneo, Java und Neuguinea gibt es ausgedehnte Küstentiefländer, auf den meisten kleineren Inseln dagegen reichen die Gebirgsketten bis nahe an die Küste. Eine aus rund 300 Vulkanen bestehende Gebirgskette verläuft bogenförmig im Süden von Sumatra über Java und die Kleinen Sunda-Inseln bis zu den Molukken. Mehr als 70 dieser Vulkane brachen seit 1600 aus, wie etwa auf Krakatau 1883.

Der Puncak Jaya in Papua ist mit 5 030 Metern der höchste Berg Indonesiens. Die höchsten Gipfel im Westen sind der Kerinci (3 805 Meter) auf Sumatra, der Rinjani (3 726 Meter) auf Lombok und der Semeru (3 676 Meter) auf Java.

Größter See des Landes ist der im Nordwesten Sumatras gelegene Tobasee mit 1 146 Quadratkilometern. Längster Fluss ist der Kapuas mit 1 150 Kilometern; er fließt ebenso wie die nächstlängeren Flüsse (Barito und Mahakam) auf Borneo.

2.2

Klima

Der Lage in den Tropen entsprechend sind die jahreszeitlichen Temperaturschwankungen gering. Die mittlere Jahrestemperatur liegt in den Küstenregionen um 27 °C, die mittleren Monatstemperaturen weichen davon nur um maximal 1 °C ab.

Im Gegensatz dazu gibt es bei den Jahresniederschlägen regionale Unterschiede. Auf Sumatra, dem westlichen Teil Javas, Borneo, Celébes, den Molukken und Papua ist das Klima tropisch-immerfeucht. Die Niederschläge fallen gleichmäßig über das Jahr verteilt; der mittlere Jahresniederschlag beträgt 3 000 bis 4 000 Millimeter, im Gebirge werden bis 6 000 Millimeter erreicht. Tropisch-wechselfeuchtes Klima herrscht im östlichen Teil Javas und auf den Kleinen Sunda-Inseln. Hier lassen sich drei Jahreszeiten unterscheiden: eine vom Monsun bestimmte Regenzeit, eine Nachmonsunzeit und eine Trockenzeit. Der mittlere Jahresniederschlag liegt in diesen Gebieten zwischen 2 000 und 3 000 Millimetern.

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