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Windows Live® Suchergebnisse ExorzismusEnzyklopädieartikel
Exorzismus (von griechisch exorkízein: beschwören), Ritual zur Heraufbeschwörung oder Austreibung von Dämonen, die von einem Menschen oder Ort Besitz ergriffen haben. Der Exorzismus ist ein in allen Religionen bekanntes, wenn auch umstrittenes Verfahren vom Dämon „Besessene” zu befreien. Der Glaube, dass Geister vom Menschen Besitz ergreifen können ist auch heute noch verbreitet. Ein Exorzist, ein Priester oder eine Person mit besonderen religiösen Befugnissen (so genannte Schamanen) versucht, durch kultische bzw. ritualisierte Handlungen und mit magischen Kräften die bösen Geister zu vertreiben. In der altbabylonischen Kultur zerstörten dazu ausgewählte Priester Lehm- oder Wachsfiguren von Dämonen, um den tatsächlichen Dämon zu vernichten. Aus dem alten Ägypten sind ähnliche Riten bekannt. In der katholischen Kirche wird unter Exorzismus ein Befehl an den Dämon (bzw. Teufel) verstanden, im Namen der Kirche bzw. Gottes oder Jesu Christi Sachen oder Menschen zu verlassen. Bereits die Bibel enthält Hinweise auf exorzistische Praktiken. Das Neue Testament beschreibt die Austreibung von bösen Geistern durch Jesus kraft seiner göttlichen Vollmacht. Zur Vorbereitung auf das Sakrament der katholischen Taufe wird durch die Abschwörung Exorzimus betrieben. In der katholischen Kirche gibt es genau festgelegte Verfahrensweisen für den Exorzismus, den Priester nur mit besonderer Genehmigung eines Bischofs durchführen dürfen.
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