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Windows Live® Suchergebnisse BartholomäusnachtEnzyklopädieartikel
Bartholomäusnacht, auch Pariser Bluthochzeit, französisch La Saint-Barthélemy, Massaker an den Hugenotten in Paris in der Nacht zum Bartholomäustag, dem 24. August, im Jahr 1572. Um ihre eigene Machtposition auszubauen, hatte die französische Königinmutter Katharina von Medici von Zeit zu Zeit die vom Haus Guise geführten französischen Katholiken gegen die Hugenotten mit dem Haus Condé und Gaspard de Coligny an ihrer Spitze ausgespielt. Der zunehmende Einfluss Colignys auf ihren Sohn, den jungen und schwachen König Karl IX., widersprach jedoch Katharinas eigenen Ambitionen, besonders Colignys Plan, Frankreich mit den aufständischen Niederlanden gegen Spanien zu verbünden; deshalb ließ sie im Einverständnis mit ihrem dritten Sohn, dem späteren Heinrich III., am 22. August 1572 einen Mordanschlag auf Coligny verüben. Der Anschlag missglückte. Zur gleichen Zeit hatten sich anlässlich der Heirat des hugenottischen Königs Heinrich von Navarra, des späteren Heinrichs IV. von Frankreich, mit Katharinas Tochter Margarete Tausende Hugenotten mit ihren Führern in Paris versammelt; die Heirat war zur Aussöhnung der beiden Religionsparteien in Frankreich arrangiert worden. Die in Paris versammelten Hugenotten forderten nun eine Untersuchung des Anschlags auf Coligny und schienen auch vor einem Gegenschlag nicht zurückzuschrecken. Um eine Aufdeckung des Komplotts zu verhindern, ordnete Katharina, nachdem sie die Zustimmung ihres Sohnes Karl IX. erzwungen hatte, die Ermordung der Hugenotten an. In Paris wurden nahezu alle anwesenden Hugenotten einschließlich Coligny ermordet, insgesamt etwa 3 000; in der Provinz fielen nochmals schätzungsweise 10 000 Hugenotten dem Blutbad zum Opfer. Heinrich von Navarra und Henri I. Condé entgingen dem Massaker, wurden gefangen genommen und mussten ihrem Glauben abschwören. Nach der Bartholomäusnacht brach der Bürgerkrieg zwischen Hugenotten und Katholiken in Frankreich erneut aus (siehe Hugenottenkriege).
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