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Alfred Rosenberg

Enzyklopädieartikel

Alfred Rosenberg (1893-1946), Politiker und Publizist. Rosenberg wurde am 12. Januar 1893 in Reval (Russland, heute Tallinn, Estland) als Kind deutscher Eltern geboren. 1918 kam er nach München, begegnete Adolf Hitler und Ernst Röhm und trat der neu gegründeten Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiter-Partei (NSDAP) bei. 1923 war Rosenberg am Hitlerputsch beteiligt; im gleichen Jahr wurde er Hauptschriftleiter und zwei Jahre später Chefredakteur des NS-Parteiorgans Völkischer Beobachter. Er war einer der führenden Parteiideologen und verfasste zahlreiche antisemitische, antikommunistische und antidemokratische Kampfschriften. Sein Hauptwerk Der Mythus des 20. Jahrhunderts (1930) war der Versuch, die rassische Überlegenheit des deutschen Volkes zu beweisen und mystisch zu überhöhen. Ab 1933 war Rosenberg als Reichsleiter für das Außenpolitische Amt der NSDAP zuständig; 1934 wurde er außerdem „Beauftragter des Führers für die Überwachung der gesamten geistigen und weltanschaulichen Schulung und Erziehung der NSDAP”. Ab 1939 leitete er ein „Institut zur Erforschung der Judenfrage” und ab 1940 den Raub von Kunstschätzen in den besetzten Gebieten. Im 2. Weltkrieg, im März 1941, wurde Rosenberg zum Reichsminister für die besetzten Ostgebiete ernannt. Im Nürnberger Prozess 1945 wurde Rosenberg zum Tod verurteilt und am 16. Oktober 1946 hingerichtet.

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