![]() |
Windows Live® Suchergebnisse
Windows Live® Suchergebnisse PleistozänEnzyklopädieartikel
Pleistozän, geologischer Zeitabschnitt, der vor etwa 1,6 Millionen Jahren begann und vor 10 000 Jahren endete. Das Pleistozän ist die erste Epoche in der Periode des Quartärs (siehe geologische Zeitrechnung) und ist zeitlich mit der jüngsten Eiszeit identisch (die eigentlich mehrere Eiszeiten umfasst, siehe unten). Das Pleistozän wird weiter untergliedert in das Ältestpleistozän, das Altpleistozän, das Mittelpleistozän und das Jungpleistozän. Auf das Pleistozän folgt als jüngster geologischer Zeitabschnitt das Holozän, die so genannte Nacheiszeit (Postglazial), aber tatsächlich eine Warmzeit. Eine veraltete Bezeichnung für das Pleistozän lautet Diluvium. Das globale Klima hatte sich schon gegen Ende des vorangegangenen Tertiärs deutlich abgekühlt. Während der pleistozänen Eiszeit stießen die Eismassen etwa 18-mal vor und zogen sich anschließend wieder zurück. Vereist waren die Polgebiete und die Hochgebirge außerhalb der Tropen. Im europäischen Raum werden zumeist sechs Eiszeiten unterschieden, die nach Flüssen benannt sind: in Nordeuropa Brüggen-, Eburon-, Menap-, Elster-, Saale- und Weichsel-Eiszeit, im Alpengebiet Biber-, Donau-, Günz-, Mindel-, Riß- und Würm-Eiszeit. Durch die Gletschervorstöße wurde den Weltmeeren Wasser entzogen, wodurch der Meeresspiegel jeweils um etwa 100 Meter absank. In der Tier- und Pflanzenwelt gab es keine wesentlichen Veränderungen mit Ausnahme der Evolution der Säugetiere. Typische Tiere der Eiszeit waren z. B. Mammut, Mastodon, Säbelzahntiger, die mit dem Ende der Eiszeit ausstarben. Während des Pleistozäns vollzog sich die Evolution des Homo sapiens (siehe Evolution des Menschen). Dem Pleistozän entspricht die Kulturepoche der Altsteinzeit (Paläolithikum).
© 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
© 2008 Microsoft
![]() ![]() |