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Angina pectoris

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Angina pectoris, Sauerstoffmangel im Herzmuskel, meist verursacht durch Verengung oder Verstopfung der Kranzarterie.

Angina pectoris ist gekennzeichnet durch Empfindung eines drückenden Schmerzes unter dem Brustbein. Der Schmerz kann dabei bis in den Arm ausstrahlen. Ein Anfall dauert in der Regel mehrere Minuten und kann durch emotionale Belastung ausgelöst werden, häufiger jedoch durch körperliche Aktivitäten, die eine erhöhte Blutzufuhr zum Herzen erfordern. Die Krankheit tritt meistens bei Menschen mittleren oder hohen Alters auf, besonders bei solchen, die an Arteriosklerose leiden. Eine Besserung des Zustands wird durch Ruhe und Entspannung erzielt. Angina-pectoris-Anfälle schädigen den Organismus selbst nicht, können aber einem Herzinfarkt vorausgehen.

Die Behandlung von Angina pectoris kann gefäßentspannende und -erweiternde Medikamente (z. B. Nitroglycerinpräparate) sowie einen operativen Eingriff zur Verbesserung der Herzdurchblutung umfassen. Im Fall von Nitroglycerinpräparaten ist nicht das Nitroglycerin sondern Stickstoffmonoxid (NO) der eigentliche Wirkstoff. Er entspannt die glatte Muskulatur der Blutgefäße und sorgt so für eine bessere Durchblutung sowie Sauerstoffversorgung des Herzmuskels. Das Monoxid wird von dem Enzym mitochondriale Aldehyd Dehydrogenase (mALDH) aus dem Nitroglycerin in den Mitochondrien (siehe Zelle) gebildet. Weil die Aktivität des Enzyms bei längerer Behandlung mit Nitroglycerinpräparaten nachlässt, müssen so genannte „nitrofreie” Phasen eingehalten werden.

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