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    James Grover Thurber (* 8. Dezember 1894 in Columbus, Ohio; † 2. November 1961 in New York, N.Y.) war ein US-amerikanischer Schriftsteller und Zeichner, der durch seine ...

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    James Grover Thurber (December 8, 1894 – November 2, 1961) was a U.S. humorist and cartoonist. Thurber was best known for his contributions (both cartoons and short stories) to ...

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James Thurber

Enzyklopädieartikel

James Thurber (1894-1961), amerikanischer Zeichner und Schriftsteller. Durch liebenswürdig-ironische Erzählungen und witzige Karikaturen (etwa zur Geschlechterproblematik) avancierte er zu einem der bekanntesten amerikanischen Humoristen des 20. Jahrhunderts.

James Grover Thurber wurde am 8. Dezember 1894 in Columbus (Ohio) geboren. Er besuchte die Ohio State University, war Chiffrierbeamter im Außenministerium und ging später nach Frankreich, wo er für die französische Ausgabe der Chicago Tribune arbeitete. Ab 1926 war er, inzwischen in New York City ansässig, Reporter bei der Evening Post. 1927 übernahm Thurber den Posten des Chefredakteurs und Verlagsleiters bei der renommierten Kulturzeitschrift The New Yorker, für die er auch nach seinem Ausscheiden im Jahr 1933 weiterhin schrieb. Mindestens so populär wie seine Texte wurden in dieser Zeit auch seine einfachen, surrealistisch anmutenden Zeichnungen und Cartoons.

Ab Ende der zwanziger Jahre verfasste Thurber auch Bücher, die er oft selbst illustrierte. Gemeinsam mit E. B. White entstand Is Sex Necessary? (1929; Warum denn Liebe?), eine Parodie auf die pseudowissenschaftlichen Untersuchungen zum Magazinthema Sex. Es folgten die Kurzgeschichtensammlungen The Owl in the Attic and Other Perplexities (1931), The Seal in the Bedroom and Other Predicaments (1932) und My Life and Hard Times (1933; Man hat’s nicht leicht), in denen er in einer skurrilen Vermischung von Autobiographischem und Fiktionalem die häuslichen Verhältnisse der amerikanischen Mittelklasse karikierte; das letztgenannte Buch stellte seinen Durchbruch dar. Nach zwei weiteren Kurzgeschichtenbänden, The Middle-Aged Man on the Flying Trapeze (1935) und Let Your Mind Alone (1937), die in humoristischer Manier einer moralischen Zeitkritik verpflichtet sind, entstand das erfolgreiche Broadwaystück The Male Animal (1940; Das Tier im Manne), bei dem Elliott Nugent als Koautor fungierte; Nugent verfilmte das Stück 1942 auch mit Henry Fonda und Olivia De Havilland in den Hauptrollen. Die Fabelsammlung Fables for Our Time (1940; 75 Fabeln für Zeitgenossen) wurde auch in Deutschland überaus populär; ein Fortsetzungsband Further Fables for Our Time erschien 1956. In der Erzählung The Secret Life of Walter Mitty aus dem Band My World – and Welcome to It (1942) stellte Thurber seine bekannteste Figur Walter Mitty vor, der in der Folge in mehreren Werken auftauchte und zum Inbegriff des neurotischen Großstadtmenschen avancierte.

Anfang der vierziger Jahre wandte sich Thurber auch der Kinder- und Jugendliteratur zu. Er verfasste einige viel gelesene märchenhafte Kurzgeschichten und Langerzählungen, die in den Büchern Many Moons (1943; Die Prinzessin und der Mond, auch Einen Mond für Leonore), The White Deer (1945; Das weiße Reh), The 13 Clocks (1950; Die 13 Uhren) und The Wonderful O (1957; Das geheimnisvolle O) zusammengestellt wurden. Zu den bekanntesten Büchern mit Karikaturen gehört T.’s Men, Women and Dogs (1943; Männer, Frauen und Hunde). Ab Mitte der vierziger Jahre veröffentlichte Thurber eine Reihe weiterer Sammelbände mit (zum Teil schon im New Yorker erschienenen) Prosastücken und Karikaturen, die weiterhin große Popularität genossen, so The Thurber Carnival (1945; Rette sich wer kann), The Beast in Me and Other Animals (1948), The Thurber Album (1952), Thurber Country (1953), Thurber’s Dogs (1955; So spricht der Hund) und Alarms and Diversions (1957). Nachlassende Sehfähigkeit zwang ihn im letzten Jahrzehnt seines Lebens, seine Arbeit als Karikaturist aufzugeben. 1960 stellte Thurber aus seinen beliebtesten Miniaturen eine Broadway-Revue mit dem Titel A Thurber Carnival zusammen, die mit großem Erfolg mehr als 200 Mal gespielt wurde; in 88 Aufführungen trat der Autor in einem Sketch selbst auf. Thurber starb am 2. November 1961 in New York City.

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