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    Andrea Mantegna (* 1431 auf der Isola Mantegna (früher Isola di Carturo) bei Piazzola sul Brenta, Provinz Padua; † 13. September 1506 in Mantua) war ein italienischer Maler und ...

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Andrea Mantegna

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Martyrium des heiligen Sebastian (um 1458/59), Kunsthistorisches Museum, WienMartyrium des heiligen Sebastian (um 1458/59), Kunsthistorisches Museum, Wien

Andrea Mantegna (1431-1506), einer der bedeutendsten italienischen Maler des 15. Jahrhunderts. Als Meister der Perspektive und der Figurenverkürzung leistete er einen wichtigen Beitrag zur Kompositionstechnik der Renaissancemalerei.

Mantegna wurde 1431 in Isola di Carturo (zwischen Vicenza und Padua) geboren und ging bei Francesco Squarcione in Padua in die Lehre, der ihn an Sohnes statt annahm. Er entwickelte ein leidenschaftliches Interesse für die Antike, daneben spiegeln sich jedoch auch Einflüsse des zeitgenössischen Bildhauers Donatello in seinen Darstellungen des menschlichen Körpers wider, die in ihrer Robustheit, Ausdruckskraft und anatomischen Genauigkeit von seinen herausragenden Fähigkeiten Zeugnis ablegen.

Mantegnas in Padua entstandene Hauptwerke behandelten bevorzugt religiöse Themen. Sein erster großer Erfolg war ein Freskenzyklus für die Ovetari-Kapelle in der Eremitani-Kirche (1456; im 2. Weltkrieg schwer beschädigt), der das Leben der heiligen Jakobus und Christophorus zum Inhalt hat. Mit seiner Übersiedelung nach Mantua 1459, wo er als Hofmaler des Herzogs Gonzaga tätig war, ging ein Wechsel von religiösen zu säkularen und allegorischen Motiven einher. Sein Meisterwerk ist eine Freskenfolge (1465-1474) für die Camera degli Sposi (Brautkammer) des Palazzo Ducale, in der er die Kunst der illusionistischen Perspektive zu neuen Höhen führte. Die Persönlichkeiten des Hofes wurden nicht vor einer Wand als Hintergrund gezeigt, sondern inmitten der realistisch wirkenden Illusion eines dreidimensionalen Raumes. Die illusionistische Wirkung setzt sich an der Decke fort, die sich zum Himmel hin zu öffnen scheint und als schmückendes Beiwerk Diener, einen Pfau und Putten zeigt, die sich über ein Geländer lehnen. Dies war der Prototyp des Deckengemäldes im Stil der Illusionsmalerei (siehe Trompe l’œil) und sollte später ein wichtiges Element der Kunst des Barock und Rokoko werden.

Mantegnas späterer Freskenzyklus mit dem Titel Triumphzug Caesars (1489, Hampton Court Palace, England) weist einen etwas spröden Klassizismus auf, während der allegorische Parnassus (1497, Louvre, Paris), der von Isabelle d’Este in Auftrag gegeben wurde, sein frischestes und lebendigstes Werk ist. In Madonna della Vittoria (1495, Louvre, Paris) führte er eine neue kompositorische Anordnung ein, die auf der Betonung der Diagonale basierte, ein Prinzip, das sich besonders Correggio, ein Mitarbeiter Mantegnas, später zunutze machen sollte; Mantegnas bereits auf den Manierismus vorausweisende Beweinung Christi (1506, Pinacoteca di Brera, Mailand), eines seiner bekanntesten Bilder, war eine Glanzleistung der perspektivischen Verkürzung.

Mantegna gehörte zu den Schlüsselfiguren der Kunst in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts und prägte über 50 Jahre hinweg wie kein anderer die norditalienische Malerei. Durch ihn wurden auch zahlreiche deutsche Künstler, besonders Albrecht Dürer, auf die künstlerischen Entdeckungen der italienischen Renaissance aufmerksam. Mantegna starb 1506 in Mantua.

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