Windows Live® Suchergebnisse
Windows Live® Suchergebnisse Seite 6 von 8
UkraineEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Die Wälder der Ukraine bedecken knapp 20 Prozent der gesamten Landesfläche. Die Forstwirtschaft zählt für den ukrainischen Binnenmarkt zu den wichtigen Wirtschaftsfaktoren, auf dem Weltmarkt spielt sie eine eher untergeordnete Rolle. Ähnliches gilt für die Fischerei. Die bedeutenden ukrainischen Fischfanggründe im Schwarzen Meer und im Asowschen Meer sind durch den Eintrag von in der Landwirtschaft verwendeten Chemikalien zum Teil stark belastet.
Die Ukraine ist reich an Bodenschätzen; im Südosten befinden sich in der Nähe der Steinkohle- und Anthrazitlagerstätten des Donezbeckens (Donbass) große Eisenerzvorkommen. Der Raum Nikopol umfasst eine der weltweit größten Manganerzlagerstätten. Die ehemals umfangreichen Erdöl- und Erdgasvorkommen der Ukraine sind heute zum größten Teil erschöpft. In den sechziger Jahren lieferte die Ukraine noch etwa ein Drittel der Erdgasreserven der Sowjetunion, während sie heute einen Großteil der fossilen Brennstoffe importieren muss. Im Bergbau werden Titan- und Quecksilbererze, Bauxit, Mineralsalze und Schwefel abgebaut.
Die Rohstoffvorkommen der Ukraine bilden die industrielle Grundlage des Landes und stellen ein großes Potential für zukünftiges Wirtschaftswachstum dar. Die Industrieschwerpunkte befinden sich hauptsächlich in der Nähe der Rohstofflagerstätten, wie etwa im Donezbecken. Weitere bedeutende Standorte des produzierenden Gewerbes sind Kiew und Dnjepropetrowsk. Im überwiegend agrarisch geprägten Westen des Landes ist die Industrialisierung weniger weit fortgeschritten. Die Ukraine trug früher mit einem Drittel zur Gesamtproduktion von Eisen und Stahl sowie chemischen Erzeugnissen der Sowjetunion bei. Heute weitet das Land, trotz der unwirtschaftlich arbeitenden traditionellen Industriezweige, seine Produktion auf neue Industriebereiche aus. Haupterzeugnisse sind u. a. Eisen und Stahl, Schwermaschinen, Chemikalien, Fahrzeuge, Bekleidung und Nahrungsmittel. Viele dieser zum Teil traditionellen Produktionszweige stützen sich auf staatliche Subventionen und blockieren die Wirtschaftsreformen. In der einst bedeutenden Rüstungsindustrie verloren viele Arbeitnehmer durch Umstellung auf zivile Produktion ihren Arbeitsplatz. Zusätzlichen Zündstoff lieferten auch monatelang ausstehende Löhne, wie z. B. bei den Bergleuten (Schachteurij). Diese Lohnrückstände führten immer wieder zu groß angelegten Streik- und Protestaktionen (zuletzt im Juni 1997), die u. a. für Engpässe in der Energieversorgung des Landes sorgten. Laut inoffiziellen Quellen hat sich das Volumen der ausstehenden Zahlungen im Zeitraum von 1996 bis 1997 verzehnfacht.
Währungseinheit der Ukraine ist die Griwna (UAH) zu 100 Kopeken. Die Griwna löste im September 1996 den Karbowanez ab. Notenbank ist die 1991 gegründete Nationalbank der Ukraine.
Zu den wichtigsten Handelspartnern der Ukraine gehören traditionell die ehemaligen Sowjetrepubliken. Die Länder der Europäischen Union stellen für die ukrainische Wirtschaft einen neuen Markt dar. In der Handelsbilanz standen ausgeführte Güter im Wert von 17 927 Millionen US-Dollar (2002) einem Volumen von 16 976 Millionen US-Dollar (2002) für Einfuhrgüter gegenüber. Hauptexportgüter sind verschiedene Rohstoffe (z. B. Steinkohle, Eisenerz), Maschinenbauprodukte, chemische Erzeugnisse und im geringeren Umfang Kunststoffe. Wichtigste Importprodukte sind unedle Metalle, chemische Ausgangs- und Zwischenprodukte, Maschinenteile sowie Nahrungsmittel.
© 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
© 2008 Microsoft
![]() ![]() |