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  • Lorenzo Ghiberti - Wikipedia, the free encyclopedia

    Lorenzo Ghiberti (born Lorenzo di Bartolo) (1378 – December 1, 1455) was an Italian artist of the early Renaissance best known for works in sculpture and metalworking.

  • Lorenzo Ghiberti – Wikipedia

    Lorenzo Ghiberti (* um 1378 in Pelago; † 1. Dezember 1455 in Florenz) war italienischer Goldschmied, Erzgießer, Kunsttheoretiker und Bildhauer.

  • Ghiberti Lorenzo Poster

    Ghiberti Lorenzo Poster ... Künstler: Ghiberti Lorenzo: Titel: Moses Receiving The Tablets of The Law One of Ten Relief Panels

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Lorenzo Ghiberti

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Türrelief des Baptisteriums San Giovanni (Florenz)Türrelief des Baptisteriums San Giovanni (Florenz)

Lorenzo Ghiberti (1378-1455), italienischer Bildhauer, Baumeister, Goldschmied und Kunsttheoretiker. Seine Bildhauerarbeiten zählen zu den wichtigsten Werken der florentinischen Frührenaissance.

Ghiberti wurde 1378 in Florenz geboren. Bei seinem Stiefvater erlernte er das Goldschmiedehandwerk. 1400 floh er vor einer Pestepidemie aus Florenz in die Emilia-Romagna, vermutlich nach Rimini und Pesaro, wo er als Gehilfe bei der Ausmalung eines Kastells der italienischen Adelsfamilie Malatesta mitarbeitete. Nach seiner Rückkehr gewann er den Wettbewerb um die Gestaltung der zweiten Bronzepforte für das Baptisterium in Florenz mit seinem Relief Die Opferung Isaaks (1402) und setzte sich damit gegen seine Konkurrenten Filippo Brunelleschi und Iacopo della Quercia durch. Die 28 Bronzefelder der Tür, die Ghiberti bis 1424 anfertigte, sind in Vierpassrahmen gefasst und zeigen die vier Evangelisten, die vier Kirchenväter und verschiedene Szenen aus dem Neuen Testament. Die Arbeiten zeichnen sich sowohl durch hohe technische Meisterschaft als auch durch harmonische Komposition aus.

Zwischen 1416 und 1424 schuf Ghiberti für die Kirche Or San Michele drei überlebensgroße Bronzeskulpturen, die Johannes den Täufer, den heiligen Matthäus und den heiligen Stephanus darstellen. Ab 1420 war er neben Brunelleschi einer der Bauleiter des Florentiner Doms. Er arbeitete u. a. mit ihm an der Konstruktion der Kuppel über dem monumentalen Bau, zog sich 1433 aber aus diesem Projekt zurück. 1427 stellte er zwei Bronzereliefs für das Taufbecken des Domes San Giovanni in Siena fertig. Ghibertis Werkstatt, in der viele bedeutende Künstler der Renaissance wie Donatello oder Paolo Uccello ausgebildet wurden, avancierte zur bedeutendsten Florentiner Bronzegießerei.

Nach Abschluss der Arbeiten an der zweiten Bronzetür für das Baptisterium in Florenz erhielt Ghiberti 1425 den Auftrag für eine weitere Tür, die so genannte Paradiestür, die zu seinem bildhauerischen Hauptwerk werden sollte. Ghiberti wurde ihre Gestaltung vollkommen freigestellt – ein Beleg für sein großes Ansehen als Künstler. Zunächst plante er als Pendant zu seiner ersten Tür 28 Reliefs, die Szenen aus dem Alten Testament zeigen sollten. Schließlich reduzierte er die Anzahl aber auf zehn größere Felder. Die ursprünglich vorgesehenen 28 Szenen brachte er darin unter, indem er jede Tafel einem Hauptthema widmete und jeweils mehrere dazu passende Episoden darauf abbildete. Diese meisterhafte Komposition erforderte eine inhaltliche Auseinandersetzung, für die Ghiberti wahrscheinlich den Austausch mit humanistischen Gelehrten aus seinem Freundeskreis suchte.

Die Vielzahl der Bedeutungsschichten jeder einzelnen Tafel der Paradiestür erforderte eine besondere Technik, um diese Ebenen auch optisch voneinander trennen zu können, das Rilievo schiacciato (Flachrelief). Ghiberti formte die Figuren im Vordergrund fast vollplastisch aus, während die entfernteren Motive nach und nach mit dem Hintergrund zu verschmelzen scheinen, so dass der Gesamteindruck räumlicher Tiefe entsteht. In diesen Bildräumen ordnete er die verschiedenen Episoden so an, dass sie für den Betrachter erkennbar wurden. 1452 war auch diese Tür fertig gestellt. Zwischen 1443 und 1445 entwarf Ghiberti außerdem verschiedene Glas-Fenster, u. a. für den Tambour der Florentiner Domkuppel. Seine letzten Lebensjahre widmete Ghiberti theoretischen Abhandlungen, den Commentarii (1447/48). Sie bestehen aus zwei Bänden sowie dem Fragment eines dritten Bandes und enthalten sowohl eine Abhandlung der Kunstgeschichte von der Antike bis zu Ghibertis Zeit als auch eine Autobiographie. Bis heute zählen diese Schriften zu den bedeutendsten Quellen zur italienischen Kunst. Ghiberti starb am 1. Dezember 1455 in Florenz.

Ghiberti war der bedeutendste Bildhauer der florentinischen Frührenaissance. Mit dem Rilievo schiacciato schuf er einen meisterhaften, bis zum Beginn der Moderne gültigen Reliefstil. Er belegt das in der Renaissance wieder erwachte Interesse an der perspektivischen Darstellung, die auch die Malerei nachhaltig veränderte. Masaccio, Andrea Mantegna, Sandro Botticelli und Michelangelo zählen zu den Künstlern, die sich mit Ghibertis Werk auseinandersetzten. Zugleich war Ghiberti einer der ersten Künstler dieser Epoche, die sich auch theoretisch und wissenschaftlich mit der Kunst auseinandersetzten. Damit gehört er zu den Ersten, die die Kunst in Rückbesinnung auf die Antike zu einer gleichberechtigten Disziplin neben den aufkommenden Wissenschaften erhoben und damit zur Epoche der Renaissance überleiteten.

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