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Bleichen

Enzyklopädieartikel

Bleichen, Sammelbezeichnung für das Entfärben von Textilfasern, Flüssigkeiten, Papier, Lebensmitteln, Haaren und anderen Substanzen. Prinzipiell gibt es mehrere Methoden um Stoffe zu bleichen. Zu diesen zählen beispielsweise die Absorption (z. B. an Aktivkohle) oder die Behandlung mit Chemikalien – gelegentlich bezeichnet man auch die entfärbende Wirkung von Sonnenlicht, Wärme oder Wasser auf Stoffe als Bleichen.

Viele Pigmente und Farben werden durch Oxidationsmittel in Substanzen umgewandelt, die fast oder völlig farblos bzw. wasserlöslich sind und sich durch Auswaschen entfernen lassen. Als Bleichmittel werden meist Chlor-Sauerstoff-Verbindungen oder Wasserstoffperoxid, Natriumperborat und Kaliumpermanganat verwendet. Andere Pigmente und Farben, vor allem künstliche Textilfarben, können durch reduzierende Verbindungen, wie z. B. Schwefeldioxid, entfärbt werden. Oxidierende Bleichmittel erzeugen gewöhnlich ein beständigeres Weiß als reduzierende Bleichmittel. Flüssige Haushaltsbleichmittel basieren gewöhnlich auf einer Natriumhypochloritlösung (NaOCl).

Wasserstoffperoxid (H2O2) ist heute das am häufigsten benutzte Bleichmittel für Baumwollstoffe. Chlordioxid (ClO2) nutzte man ebenfalls lange Zeit als großtechnisches Bleichmittel, z. B. zur Herstellung von Papier oder Polyester- und Acrylfasern sowie Mischungen aus synthetischen und natürlichen Fasern. Auf Grund der umweltschädlichen Nebenwirkungen dieser Chlorverbindung verwendet man heute in diesen Produktionsbereichen eher andere Bleichmittel, wie z. B. Sauerstoff, Peroxide, Ozon oder auch Natriumdithionit (Na2S2O4). Andere großtechnische Bleichmethoden sind z. B. Enzymverfahren oder auch elektrochemische Verfahren.

So genannte optische Aufheller sind keine Bleichmittel, sondern fluoreszierende Farbstoffe, die unsichtbare ultraviolette Strahlen in längerwelliges und somit sichtbares, blaues oder blaugrünes Licht umwandeln. Dadurch wirkt der Gegenstand heller.

Siehe Lumineszenz

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