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Friedrich von Schlegel

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Friedrich von SchlegelFriedrich von Schlegel

Friedrich von Schlegel (1772-1829), Dichter, Literaturkritiker und Kulturphilosoph. Er war ein Bruder von August Wilhelm Schlegel.

Karl Wilhelm Friedrich von Schlegel wurde am 10. März 1772 in Hannover geboren und studierte Jura in Göttingen und Leipzig. Anschließend wandte er sich der Schriftstellerei zu und wurde mit Novalis zum Kopf der Jenaer Frühromantik. Die Griechen und Römer (1797) war seine erste literaturtheoretische und kulturkritische Arbeit. 1798 bis 1800 gab er gemeinsam mit seinem Bruder August Wilhelm das Athenäum heraus, das Publikationsorgan des Jenaer Kreises, und war Mitarbeiter an anderen führenden Literaturzeitschriften der Zeit, so von Friedrich Schillers Horen (siehe Horen) und Christoph Martin Wielands Teutschem Merkur. Schlegel gilt als Schöpfer des Gedankens der „Sympoesie” und „Symphilosophie”, die im allgemeinen Tenor der Romantik eine Synthese aller Künste und Lebensbereiche einforderte (siehe Universalpoesie). Ein plastisches Bild der Gedankenwelt und des Lebensstiles im Jenaer Kreis, dem auch sein Bruder und dessen Gattin Caroline angehörten, vermittelt sein 1799 erschienener Roman Lucinde, der wegen seiner angeblichen erotischen Libertinage einen Skandal auslöste. 1804 ehelichte Schlegel Dorothea Veit, eine Tochter des Philosophen Moses Mendelssohn. In späten Jahren wandte er sich allmählich vom freiheitlich-individuellen Gedankengut der frühen Jahre ab; schließlich konvertierte er zum Katholizismus.

Die Idee von der Universalität der Kunst bestimmte aber weiterhin Forschung und Theorien des vielseitigen Wissenschaftlers und Publizisten. Als eines seiner bedeutendsten Werke gilt Über die Sprache und Weisheit der Inder (1808). Die dichtungstheoretischen Ansätze trug Schlegel in Beiträge zur Kenntnis der romantischen Dichtung (1825) zusammen. Schlegel starb am 12. Januar 1829 in Dresden. Eine erste Gesamtausgabe seines Werks erschien 1845/46 in 15 Bänden.

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