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Windows Live® Suchergebnisse MéridaEnzyklopädieartikel
Mérida, Stadt in Mexiko, Hauptstadt des Bundesstaates Yucatán, auf der Halbinsel Yucatán. Die Wirtschaft Méridas basiert maßgeblich auf der Produktion von Sisal, einem Grundstoff für die Herstellung von Seilen und Tauen. Sisal wird aus Agaven gewonnen, die in der Umgebung von Mérida in ausgedehnten Pflanzungen kultiviert werden. Dem umfangreichen Export von Sisal – vor allem nach Westeuropa – verdankte die Stadt einen bemerkenswerten Wohlstand, der allerdings mit der zunehmenden Verbreitung von Kunstfasern zurückging. Mérida ist Sitz der Universität von Yucatán. Die Plaza de la Independencia im Zentrum wird von einigen der wichtigsten Gebäude der Stadt umrahmt: Die im 16. Jahrhundert im spanischen Kolonialstil erbaute Kathedrale ist der größte christliche Sakralbau der Halbinsel; im früheren Erzbischöflichen Palast ist heute das Museum zeitgenössischer Kunst untergebracht; die Casa Montejo an der Südseite ist für ihre platereske Fassade bekannt. Mérida wurde 1542 von den Spaniern an der Stelle einer Siedlung der Maya errichtet. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts kam es in der Stadt zu Aufständen der Maya gegen die mexikanische Herrschaft, die in einem Jahrzehnte dauernden Bürgerkrieg gipfelten. Etwa 15 Kilometer nordöstlich von Mérida befindet sich die Ruinenstätte Dzibilchaltún. Die Einwohnerzahl beträgt etwa 766 000.
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