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Windows Live® Suchergebnisse Hannover (Land)Enzyklopädieartikel
Hannover (Land), historische Region im Nordwesten von Deutschland, die seit 1946 Teil des Bundeslandes Niedersachsen ist. Das Territorium geht auf das welfische Herzogtum Braunschweig-Lüneburg zurück. Hannover war nacheinander Kurfürstentum und Königreich in Deutschland und später eine Provinz Preußens. Es erstreckte sich vom Harz im Süden bis zur Nordsee und von den Niederlanden im Westen bis zur preußischen Provinz Sachsen sowie Brandenburg und Braunschweig im Osten. Hauptstadt war die Stadt Hannover. Hannover wurde 1815 durch den Wiener Kongress zum Königreich erhoben. Davor hatte es offiziell den Titel Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg (entstanden 1692), war aber im Allgemeinen Sprachgebrauch mit dem Namen seiner Hauptstadt bezeichnet worden. Ernst August, der erste Kurfürst von Hannover, heiratete Sophie, die Enkelin König Jakobs I. von England. 1714 bestieg deren Sohn Georg Ludwig, der Kurfürst von Hannover, als Georg I. den britischen Thron. Von da an wurden Hannover und England fast 125 Jahre lang in Personalunion regiert. 1803 wurde das Fürstentum von den Franzosen erobert. Napoleon integrierte einen Teil des Gebiets in das neu gegründete Königreich Westfalen (1807). 1810 kam auch das restliche hannoversche Territorium hinzu. Aber noch im selben Jahr schloss Napoleon einen Teil des Gebiets an Frankreich an. 1813 wurde das wieder errichtete Fürstentum König Georg III. von Großbritannien unterstellt und 1815 zum Königreich erhoben. Nach dem Deutschen Krieg von 1866 wurde Hannover eine Provinz des Königreiches Preußen. Gleichzeitig mit der formellen Auflösung des Staates Preußen 1946 wurde Hannover Bestandteil des neu gegründeten Bundeslandes Niedersachsen.
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