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    Flugsaurier. Die Flugsaurier sind entwicklungsgeschichtlich die ersten fliegenden Wirbeltiere. Zur Jurazeit waren sie bereits weit verbreitet und an ...

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    Flugsaurier (Pterosauria) sind ausgestorbene Tiere, die, wie die Dinosaurier und einige andere Gruppen urzeitlicher Tiere, klassisch den Reptilien zugeordnet werden.

  • Lattenberger Flugsaurier e.V.

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Flugsaurier

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FlugsaurierFlugsaurier

Flugsaurier, Pterosaurier, fliegende Reptilien, die vor allem im Mesozoikum vor etwa 230 Millionen Jahren bis vor 65 Millionen Jahren lebten.

Fossile Überreste von Flugsauriern wurden auf allen Kontinenten mit Ausnahme der Antarktis gefunden, etwa 60 Arten sind bekannt. Die Flügel ähnelten denjenigen von Fledertieren. Die Flughäute wurden zwischen Knien und Vordergliedmaßen gespannt und waren an den extrem langen vierten Fingern angewachsen (die fünften Finger fehlten). Die Knochen waren wie bei Vögeln hohl und an beiden Enden offen. Im Gegensatz zu anderen Reptilien hatten Flugsaurier ein kräftiges Brustbein, an dem die Flugmuskeln ansetzten. Flugsaurier besaßen ein relativ hoch entwickeltes Gehirn, besonders ausgeprägt war eine für die Koordination von Bewegungen zuständige Hirnregion (Nature, 2003).

Bei frühen Flugsauriern der mittleren und späten Trias (vor 230 Millionen bis vor 205 Millionen Jahren) war der Schädel etwa neun Zentimeter und der Körper etwa zehn Zentimenter lang. Der biegsame Schwanz, der etwa 38 Zentimeter ausmachte, hatte ein verbreitertes Ende, das beim Fliegen als Steuer diente. Spätere Flugsaurier, die in der späten Kreidezeit (vor etwa 97 Millionen bis vor 65 Millionen Jahren) lebten, erreichten eine Spannweite von etwa acht Metern. Sie besaßen lange, schmale Schädel und zahnlose Kiefer; mit ihrem reusenartigen Gebiss fingen sie Fische. Flugsaurier waren möglicherweise gleichwarm; sehr umstritten ist allerdings, ob ein 1971 im Kaukasus gefundener Flugsaurier der Gattung Sordes tatsächlich eine zur Wärmeisolation dienende fellähnliche Körperbedeckung besaß. Spätere Flugsaurier waren sehr gute Flieger, doch waren sie keine engeren Vorfahren der Vögel. Auf dem Boden bewegten sich Flugsaurier offenbar nur unbeholfen fort: Diesen Schluss lässt der gut erhaltene Fuß eines in Mexiko gefundenen Flugsauriers der Gattung Dimorphodon zu. Man vermutet, dass Flugsaurier zumeist an Bäumen oder Felsen festgekrallt ruhten. 2004 wurden erstmals Eier von Flugsauriern gefunden. Die Eierschale war je nach Art entweder lederartig weich wie bei heutigen Reptilien oder kalkhaltig und hart wie bei Vögeln (Nature, 2004).

1975 wurden im Big Bend Nationalpark in Texas Skelettfragmente von drei riesigen Flugsauriern mit langen Hälsen gefunden. Sie waren in Gestein der späten Kreidezeit eingebettet, das nicht aus dem Meer stammte. Mit einer geschätzten Flügelspannweite von elf bis zwölf Metern und einem Gewicht von etwa 65 Kilogramm waren diese Flugsaurier die größten bekannten flugfähigen Tiere aller Zeiten.

Die ältesten bekannten Reptilien, die zum Gleitflug fähig waren, jedoch nicht zu den Flugsauriern gehörten, lebten im oberen Perm vor 250 Millionen Jahren. Fossilien dieser etwa 30 bis 50 Zentimeter langen Gleitflieger mit einer Spannweite bis etwa 40 Zentimeter wurden u. a. im Kupferschiefer bei Eisleben gefunden. Diese wahrscheinlich weltweit verbreiteten eidechsenartigen Reptilien hatten stark verlängerte Rippen, zwischen denen Hautlappen gespannt waren. Diese Insektenfresser lebten vermutlich in Bäumen.

Systematische Einordnung: Flugsaurier bilden die Ordnung Pterosauria. Die bekannteste Gattung der frühen Pterosaurier der späten Trias heißt Rhamphorhynchus, die bekannteste Gattung der späten Kreidezeit ist Pteranodon. Der riesige texanische Flugsaurier heißt Quetzalcoatlus. Die ältesten bekannten Gleitflieger unter den Reptilien heißen Coelurosauravus jaekeli, ihre systematische Stellung ist unbekannt.

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