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Hohenzollern

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Stammtafel der HohenzollernStammtafel der Hohenzollern

Hohenzollern, preußisch-deutsches Herrschergeschlecht, das aus einer schwäbischen Grafenfamilie hervorging, die sich bis ins 11. Jahrhundert zurückverfolgen lässt. Die Herrscher Brandenburgs und Preußens stammten aus der Familie der Hohenzollern, ebenso die deutschen Kaiser seit 1871.

Der Name des Geschlechts leitet sich von seiner Stammburg Zollern (später Hohenzollern) in der Nähe des schwäbischen Hechingen ab. Als Stammvater der Hohenzollern gilt Friedrich von Zollern, der 1111 von seinem Verwandten, dem Schwabenherzog Friedrich I. von Staufen, in den Grafenstand erhoben wurde. 1191 bekam Graf Friedrich III., ein Vertrauter von Kaiser Friedrich I. Barbarossa, durch Heirat die Burggrafschaft Nürnberg. 1227 teilten die Söhne Friedrichs III. das hohenzollernsche Erbe – Friedrich IV. erhielt die schwäbischen Stammgüter, Konrad I. die Burggrafschaft – und begründeten damit die schwäbische und die fränkische Linie der Hohenzollern.

Die fränkische Linie erwarb im Laufe des 14. Jahrhunderts zusätzlich zur Burggrafschaft noch Bayreuth, Kulmbach und Ansbach und wurde in den Reichsfürstenstand erhoben. 1417 erhielt Burggraf Friedrich VI. (als Kurfürst Friedrich I.) von Kaiser Sigismund das Kurfürstentum Brandenburg. Friedrichs Sohn Albrecht Achilles bestimmte 1473 die fränkischen Fürstentümer der Hohenzollern zur Sekundogenitur (Erbe der nachgeborenen Söhne) des brandenburgischen Kurfürstentums. Albrecht Achilles’ ältester Sohn Johann Cicero erhielt demzufolge das Kurfürstentum; seine Nachkommen behaupteten in direkter Linie die Kur- und später die Königswürde in Brandenburg und Preußen. 1701 wurde Kurfürst Friedrich III. als Friedrich I. König in Preußen. In den folgenden eineinhalb Jahrhunderten lösten sich einander auf dem preußischen Thron ab: Friedrich Wilhelm I., Friedrich II., der Große, Friedrich Wilhelm II., Friedrich Wilhelm III. und Friedrich Wilhelm IV. König Wilhelm I. wurde 1871 deutscher Kaiser. Seine Nachfolger auf dem Kaiserthron waren Friedrich III. und Wilhelm II. Die Herrschaft der Hohenzollern in Preußen und im Reich endete 1918 mit der Abdankung Wilhelms II.

Der schwäbische Zweig der Hohenzollern hatte u. a. die Grafschaften Hohenzollern-Hechingen und Hohenzollern-Sigmaringen. 1623 wurden die schwäbischen Hohenzollern in den Reichsfürstenstand erhoben. 1849 dankte Karl Anton von Hohenzollern-Sigmaringen zugunsten des preußischen Königs ab; der schwäbische Hohenzollern-Besitz wurde zum preußischen Regierungsbezirk Sigmaringen. Karl Antons ältester Sohn Leopold kandidierte 1870 für den spanischen Thron (siehe Spanische Thronkandidatur), und sein zweiter Sohn wurde 1866 als Karl I. Fürst und 1881 König von Rumänien. Bis zur Abdankung König Michaels 1947 stellte das Haus Hohenzollern die rumänischen Könige. Die Linie Hohenzollern-Hechingen aus dem schwäbischen Zweig des Geschlechts erlosch 1869.

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