Auswahl der Encarta-Redaktion
Gute Bücher zum Thema "Bastille", ausgewählt von den Encarta-Redakteuren.
Suche in Encarta
In Encarta suchen nach Bastille

Windows Live® Suchergebnisse

  • Bastille – Wikipedia

    Die Bastille (frz.: kleine Bastion) war ursprünglich eine besonders befestigte Stadttorburg im Osten von Paris, die später als Gefängnis genutzt wurde.

  • Paris Stadtviertel Bastille

    Paris - Bastille,ein Stadtteil mit Geschichte.Hier stand ehemals ein Gefängniss, welches vom französischen Volk gestürmt wurde um sich von der Unterdrückung und Willkür zu ...

  • Bastille – Wikipedia, die freie Enzyklopädie

    Die Bastille (frz.: kleine Bastion) war ursprünglich eine besonders befestigte Stadttorburg im Osten von Paris, die später als Gefängnis genutzt wurde.

Alle Suchergebnisse anzeigen:
Windows Live® Suchergebnisse

Bastille

Enzyklopädieartikel
Multimedia
Sturm auf die BastilleSturm auf die Bastille

Bastille, in Frankreich ursprünglich allgemein Bezeichnung für eine schlossartige Befestigungsanlange, später nur noch Bezeichnung für das königliche feste Schloss in Paris, das zum Symbol für die Tyrannei der Krone wurde. Die Pariser Bastille wurde ab 1370 als Teil der Befestigungsanlagen an der östlichen Stadtmauer errichtet. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde die Bastille vor allem als Staatsgefängnis genutzt. Die Gefangenen gelangten in der Regel allein durch einen einfachen Befehl des Königs (Lettres de cachet), ohne Anklage oder Prozess, in die Bastille und blieben dort auf unbestimmte Zeit eingekerkert. Die Insassen des Gefängnisses waren zum großen Teil Edelleute; die Haftbedingungen waren äußerst mild. Im letzten Viertel des 18. Jahrhunderts saßen nur noch wenige Gefangene in der Bastille ein, und ab 1784 spielte man mit dem Gedanken, das Gefängnis aufzulösen und die Bastille abzureißen.

Am Beginn der Französischen Revolution stürmte am 14. Juli 1789 die Pariser Bevölkerung die Bastille, befreite die Gefangenen und metzelte die Besatzung zum Teil nieder. Zu dieser Zeit saßen lediglich sieben Gefangene in der Bastille ein – vier Urkundenfälscher, zwei Geisteskranke und ein junger Adliger, den seine Familie wegen seines wüsten Lebenswandels in der Bastille hatte festsetzen lassen. Die Besatzung der Bastille bestand aus alten Invaliden und einigen Schweizern. Angesichts der aufgebrachten Menschenmenge kapitulierte der Kommandeur der Bastille gegen die Zusicherung freien Abzugs; aber kaum hatte er die Bastille verlassen, wurde er zusammen mit einigen anderen Besatzungssoldaten niedergemacht. Zwei Tage später begann unter großem Jubel des Volkes die Zerstörung der Bastille. Ihren Ruf als „Bollwerk der Tyrannei”, der den tatsächlichen Verhältnissen kaum mehr entsprach, verdankte die Bastille einigen weit übertriebenen Sensationsschriften; die Erstürmung der Bastille war bei weitem nicht die revolutionäre Heldentat, zu der sie später in verklärender Rückschau hochstilisiert wurde.

Heute befindet sich an der Stelle der ehemaligen Bastille ein großer Platz, die Place de la Bastille, und die 1840 für die Opfer der Revolution errichtete Julisäule. Der Tag der Erstürmung der Bastille, der 14. Juli, ist seit 1880 in Frankreich Nationalfeiertag zum Gedenken an den Beginn der Französischen Revolution.

In diesem Artikel suchen
Druckerfreundliche Version der Seite
Versenden




© 2008 Microsoft