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Windows Live® Suchergebnisse PilgerEnzyklopädieartikel
Pilger (zu lateinisch peregrinus: Fremder), Menschen, die aus religiösen Motiven zu einem heiligen Ort aufbrechen. Zu Beginn der Geschichte Israels pilgerten die Menschen nach Schilo und Dan (beide Orte befinden sich im heutigen Israel) und nach Bethel (dem heutigen Beitin in Jordanien). Die große Pilgerfahrt nach Mekka (das im heutigen Saudi-Arabien liegt) ist ein Relikt aus präislamischer Zeit und stellt eine Pflicht für jeden Muslim dar (siehe Hadsch). Zu den weiteren heiligen Städten des Islam gehören neben Jerusalem u. a. das tunesische Kairouan, die marokkanische Stadt Ouezzane, die Stadt Kerbala im Irak und das iranische Meschhed. Die indische Stadt Benares (das heutige Varanasi) ist eine bekannte Wallfahrtsstätte der Hindus. Die ersten Christen unternahmen Pilgerfahrten zu den Orten der Passion Jesu Christi in Jerusalem. Auch als Jerusalem von den Sarazenen besetzt war, galt ein Vertrag, durch den garantiert wurde, dass die Pilger sich gegen die Entrichtung einer Steuer frei bewegen durften. Die Notwendigkeit, die Pilger zu schützen, führte jedoch dazu, dass im Mittelalter diverse militärische Orden entstanden wie z. B. die Tempelritter. Zu den wichtigsten Wallfahrtsorten in Westeuropa gehören Rom, Loreto (bei Ancona) und Assisi in Italien; Santiago de Compostela, Guadalupe und das Kloster Montserrat bei Barcelona in Spanien; die Kirchen Notre Dame de Fourvière in Lyon und in Saint-Denis in Frankreich; Köln und Trier in Deutschland; das schweizerische Einsiedeln; Walsingham Abbey und Canterbury in England; Whithorn, Scone, Dundee, Paisley und Melrose in Schottland; schließlich viele irische Ortschaften, die in irgendeiner Verbindung zu Leben oder Tod der irischen Heiligen stehen. Im zentralmexikanischen Gustavo A. Madero gibt es einen berühmten Schrein für die Jungfrau Maria. Später wurden Pilgerfahrten nach Lyon, Le Puy, Paray-le-Monial und Lourdes in Frankreich unternommen, an denen jährlich zahlreiche Gläubige teilnehmen.
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