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Windows Live® Suchergebnisse TriasEnzyklopädieartikel
Trias, in der geologischen Zeitrechnung die älteste der drei Perioden des Mesozoikums. Die zwischen Perm und Jura gelegene Trias begann vor 250 Millionen Jahren und endete vor 205 Millionen Jahren. Die Landmassen waren in der Trias immer noch größtenteils in einem einzigen Kontinent, der Pangäa, vereint. Der Nordpol wanderte über die nördliche Kamtschatka, der Südpol über die Antarktis. Gegen Ende der Trias begann Pangäa auseinanderzubrechen. Die Trias war durch ein insgesamt warmes Klima geprägt, das Wärmemaximum lag in der mittleren Trias (etwa 240 bis 230 Millionen Jahre vor heute). Die Polgebiete waren eisfrei, die Tropen reichten bis in hohe Breiten. In manchen Regionen gab es saisonale Klimaschwankungen, wie die Jahresringe von Bäumen belegen. In Deutschland, dem Typusgebiet der Trias, wird die Trias dreigeteilt (daher der Name – lateinisch: Dreiheit) in Buntsandstein, Muschelkalk und Keuper. Mitteleuropa wies in der Trias ein Wüstenklima auf und wurde wiederholt von einem Randmeer der Tethys überflutet. Die Tethys war ein mesozoisches und känozoisches Meer, das durch die alpidische Gebirgsbildung immer mehr eingeengt wurde und als dessen Überrest das heutige Mittelmeer angesehen wird. Mitteleuropa war seit dem Perm als Becken (das so genannte Germanische Becken) ausgebildet, das durch mächtige Sedimente angefüllt wurde. Im Buntsandstein waren es vor allem Ablagerungen von Flüssen und flachen Seen, von Lagunen und flachen Meeresarmen. Der Verwitterungsschutt der umliegenden Festländer wurde abgelagert, und es bildeten sich Konglomerate, rote Sandsteine, Schiefertone, Kalksteine und Steinsalz. Im Muschelkalk war das Germanische Becken meeresüberflutet; es bildeten sich vor allem fossilreiche Kalksteine, aber auch Dolomite, Mergel und Steinsalz. Im Keuper schütteten Flüsse riesige Deltalandschaften auf, aus denen Sandsteine hervorgingen. Erneute Meeresvorstöße hinterließen Dolomite und Schiefertone. Die häufigsten Fossilien der Trias sind Muscheln. Daneben spielen Ammoniten, Belemniten, Conodonten, Brachiopoden, Seelilien und Korallen eine wichtige Rolle. Kalk abscheidende Algen, vor allem Grünalgen, bauten Kalkriffe auf. In der oberen Trias erschienen die ersten Dinosaurier, manche dieser Reptilien erreichten noch vor Ende der Trias eine Körperlänge von zehn Metern. Zudem traten Ichthyosaurier auf, delphinähnliche Meeresreptilien. Unter den Fischen dominierten Arten der auch heute noch lebenden Unterklasse der Strahlenflosser, darüber hinaus gab es Lungenfische und Quastenflosser. In der oberen Trias Europas, Chinas und Südafrikas sind Überreste der ersten, mausgroßen Säugetiere gefunden worden. Noch heute lebende Pflanzen sind u. a. Ginkgos, die eine zunehmende Formenvielfalt und Häufigkeit zeigten, sowie Schachtelhalme. In der Trias erschienen erstmals Palmfarne, die als „lebende Fossilien” gelten. Am Ende der Trias treten die Vorläufer der Blütenpflanzen auf.
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