![]() |
Windows Live® Suchergebnisse
Windows Live® Suchergebnisse Seite 5 von 8
MyanmarEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Die Wälder Myanmars stellen eine wichtige Einnahmequelle dar, insbesondere aufgrund der bedeutenden Bestände an Teakholz – Myanmar besitzt den weltweit größten Bestand an Teakbäumen – und des Anbaus von Kautschukbäumen zur Gewinnung von Naturkautschuk. Insgesamt gibt es etwa 250 wirtschaftlich bedeutende Baumarten, von denen 50 für den Handel geschlagen werden. Die große Nachfrage auf dem Weltmarkt nach Edelhölzern, insbesondere Teakholz, führte allerdings dazu, dass innerhalb kurzer Zeit große Mengen an Teakbäumen abgeholzt wurden, ohne dass gleichzeitig eine systematische, nachhaltige Wiederaufforstung betrieben wurde. Dementsprechend stieg die Entwaldungsrate auf bedenkliche 1,19 Prozent pro Jahr (1990–2005). Weitere bedeutende forstwirtschaftliche Produkte sind neben Kautschuk auch Chinin sowie Katechu, ein aus Akazien (Acacia catechu) gewonnener Gerbstoff. Fische werden für den Eigenbedarf gefangen und sind der Hauptproteinlieferant in der Nahrung der Bevölkerung. Bisher wurden Süßwasserfische bevorzugt, aber die Regierung fördert seit einiger Zeit den Fang von Meeresfischen.
In Myanmar gibt es überaus reiche Vorkommen verschiedener Bodenschätze. Die meisten Bergwerke liegen in den Bergländern im Westen des Landes und an der Tenasserimküste. Hier werden Edelsteine wie Jade, Rubine und Saphire sowie metallische Bodenschätze wie Eisen, Kupfer, Nickel, Silber, Blei und Zink sowie Wolfram und Zinn abgebaut. Außerdem gibt es große Erdgaslagerstätten.
Reismühlen und die Verarbeitung von Agrarprodukten sind die Hauptzweige der Industrie. Zur Ankurbelung der Wirtschaft wurden von staatlicher Seite ein Stahlwerk, eine Jutespinnerei, eine Ziegel- und Fliesenfabrik sowie andere Betriebe eingerichtet. Daneben gibt es Sägemühlen, Öl- und Zuckerraffinerien, Ölpressen für pflanzliche Öle, Getreidemühlen und Baumwollspinnereien. Der Anteil der Industrie am BIP beträgt 9,7 Prozent.
Währungseinheit ist der Kyat zu 100 Pyas. Alle Banken wurden 1963 verstaatlicht. 1969 erfolgte die Vereinigung der einzelnen Banken in der Union of Burma Bank. Diese wickelt die Bankgeschäfte ab, regelt den Geldumlauf und vertritt die Regierung in Bank- und Währungsfragen.
Der gesamte Außenhandel steht unter staatlicher Kontrolle, aber seit 1990 wurden privatwirtschaftliche Aktivitäten angeregt, und Firmen können nun auch direkt Handel treiben. Die Hauptexportgüter sind Teakholz, Reis, Hülsenfrüchte, Baumwolle, Erze, Metalle und Kautschuk. Importiert werden vor allem Maschinen, Transportausrüstungen, chemische Produkte, Textilien und Nahrungsmittel. Die Haupthandelspartner Myanmars sind Japan, Singapur, Indonesien, Deutschland, Großbritannien und die Vereinigten Staaten. 1991 verhängten die Vereinigten Staaten wegen der anhaltenden schweren Menschenrechtsverletzungen ein Handelsembargo.
© 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
© 2008 Microsoft
![]() ![]() |