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Zentralamerika

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Zentralamerika: BildergalerieZentralamerika: Bildergalerie
Artikelgliederung
4.2

Forstwirtschaft und Fischerei

Fast die Hälfte Zentralamerikas ist bewaldet. So wurden z. B. in den ersten Jahren der europäischen Besiedlung in Belize Farbhölzer, später Mahagoniholz, Chicle (Milchsaft des Sapodillbaumes, der für die Kaugummiherstellung benötigt wird) und Kiefernhölzer gewonnen. Britische Holzgesellschaften schlugen Mahagoni- und Zedernholz entlang der großen karibischen Küste. Heute hat die Forstwirtschaft relativ geringe Bedeutung für die zentralamerikanische Wirtschaft. Hauptsächlich werden Kiefernholz, daneben auch einige Harthölzer wie Zedern, Mahagoni und Rosenholz, geschlagen.

Auch die Fischerei ist ein vergleichsweise unbedeutender Wirtschaftszweig. Krabben (Garnelen) und Langusten, die vor den Küsten von Belize, El Salvador und Panamá gefischt werden, werden größtenteils in die USA exportiert. Seit Mitte der sechziger Jahre hat Panamá eine Fischmehl- und Fischölindustrie entwickelt.

4.3

Bergbau

Die Bodenschätze Zentralamerikas haben bereits früh europäische Siedler angezogen. In Honduras und im Hochland von Nicaragua gibt es Gold- und Silbervorkommen. Darüber hinaus verfügt Honduras über bedeutende Vorkommen an Blei, Zink, Kupfer und Eisenerz, allerdings von geringer Qualität. Vor der pazifischen Küste besitzt Nicaragua bedeutende Vorräte an Erdgas. Große Nickelvorkommen befinden sich in der Nähe von Izabal in Guatemala, das auch beträchtliche Erdölreserven hat, darunter jene in der Nähe von Chinajá. Costa Rica verfügt vor allem in der Gegend um Boruca über bedeutende Bauxitvorkommen. In Panamá gibt es beachtliche Kupfervorkommen.

4.4

Industrie

Die meisten Produktionsbetriebe in Zentralamerika verarbeiten Rohstoffe aus der Region wie z. B. Zuckerrohr, Kaffee, Baumwolle, Nutzholz und Fisch. Darüber hinaus haben die Länder seit den fünfziger Jahren gemeinsame Versuche unternommen, den Importbedarf bei Konsumgütern zu reduzieren. Daher wurden in den großen städtischen Gebieten Fabriken errichtet, die Farben, Reinigungsmittel, Reifen, Papier und Pappe sowie Kunstdünger und Schädlingsbekämpfungsmittel herstellen.

Viele Fertigungsbetriebe beschäftigen weniger als 100 Angestellte, in vielen arbeiten nur wenige Erwerbstätige. Eine Produktion im großen Stil wird durch den Mangel an Energiequellen, die fehlenden Transportsysteme und die kleinen Märkte behindert.

4.5

Energie

Etwa die Hälfte der Elektrizität in Zentralamerika wird durch Wasserkraftwerke bereitgestellt. Der Rest wird überwiegend in Kraftwerken erzeugt, die auf der Basis von Erdöl Energie erzeugen. Ein geringer Teil wird durch die Verbrennung von Holz produziert.

4.6

Verkehrswesen

Die Berge Zentralamerikas stellen ein wesentliches Hindernis für den Transport auf dem Landweg dar. Ein Abschnitt des Pan-American Highway durchquert alle Länder Zentralamerikas. Eisenbahnen verbinden die karibische mit der pazifischen Küste in Guatemala, Costa Rica und Panamá. Der inländische Wassertransport ist von geringer wirtschaftlicher Bedeutung. Größere Bedeutung haben Seehäfen wie z. B. Santo Tomás de Castilla und San José in Guatemala, Puerto Cortés in Honduras, Acajutla in El Salvador, Corinto in Nicaragua, Limón in Costa Rica sowie Bahía las Minas in Panamá. Der Panamákanal ist eine wichtige Schiffsverbindung zwischen dem Atlantischen und dem Pazifischen Ozean. Eine Rohöl-Pipeline quer durch den westlichen Teil von Panamá wurde 1982 fertig gestellt. Fluglinien verbinden die großen Städte Zentralamerikas.

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