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Windows Live® Suchergebnisse AlbinoEnzyklopädieartikel
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Albino, Lebewesen, dessen Melanozyten der Haut kein Melanin enthalten. Dies hat beim Menschen ein typisches äußeres Erscheinungsbild zur Folge: schneeweißes Haar, rosafarbene Augen (auf Grund durchscheinender Blutgefäße) und rosig weiße Haut, die auf Sonneneinstrahlung äußerst empfindlich reagiert. Man unterscheidet zwischen partiellem und totalem Albinismus. Bei partiellem Albinismus sind nur bestimmte Körperstellen frei von Pigmenten, der totale Albinismus geht – etwa bei weißen Labormäusen – mit völligem Fehlen von Pigmenten einher. Es gibt mindestens sechs verschiedene Formen von Albinismus. Bei zwei der Hauptformen handelt es sich um rezessive genetische Mutationen. Diese beiden Mutationen erscheinen auf verschiedenen Allelen. Das Kind zweier albinotischer Elternteile kann deshalb ein normales Äußeres haben, wenn es doppelt heterozygot ist, d. h. wenn es je eine normale und eine mutierte Kopie von jedem der beiden Gene besitzt. Man spricht bei diesen beiden Arten des Albinismus vom Tyrosinase-negativen und Tyrosinase-positiven Typ. Tyrosinase ist ein Protein, das für die Bildung von Melanin erforderlich ist (dem farbigen Pigment in den Melanozyten). US-amerikanischen Wissenschaftlern gelang es nach einem 1998 erschienenen Bericht der Zeitschrift Nature Biotechnology, bei Labormäusen das defekte Tyrosinasegen zu reparieren. Bei einigen Albinos sind die Nervenbahnen zwischen Auge und Gehirn (die so genannten Sehbahnen) nicht normal ausgebildet. Das bedeutet, dass ihnen das binokulare (räumliche) Sehen nicht möglich ist. Es gibt noch andere Formen von Albinismus: Beim so genannten Leukismus beispielsweise sind die Augen nicht betroffen. Die Haut der Patienten ist scheckig, und sie haben typischerweise eine weiße Stirnlocke. Siehe Genetik.
Wichtig ist der Schutz vor Sonnenlicht. Unbedeckte Hautstellen sollten daher stets mit Sonnenschutzmitteln behandelt werden. Zum Schutz der Augen werden häufig getönte Brillen getragen. Albinos sind besonders anfällig für Hautkrebs. Aus diesem Grund sollte ihre Haut regelmäßig sorgfältig auf die Entwicklung maligner (bösartiger) Veränderungen und deren Vorstufen untersucht werden.
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