Verwandte Elemente
Suche in Encarta
In Encarta suchen nach Brom

Windows Live® Suchergebnisse

Alle Suchergebnisse anzeigen:
Windows Live® Suchergebnisse

Brom

Enzyklopädieartikel
Multimedia
Elementsymbol: BromElementsymbol: Brom
Artikelgliederung
1

Einleitung

Brom, chemisches Zeichen Br, giftiges, bei Zimmertemperatur flüssiges Element mit der Ordnungszahl 35, das zu den Halogenen zählt. Brom steht in der siebten Hauptgruppe des Periodensystems unter Fluor und Chlor, die Atommasse des Elements beträgt 79,9 u. Für die chemische Industrie stellt Brom ein wichtiges Grundprodukt dar, so beispielsweise für die Herstellung von Feuerlöschmitteln, Farbstoffen, Treibstoffzusätzen und Narkosemitteln (z. B. Halothan; Anästhesie).

2

Eigenschaften und Vorkommen

Brom kommt hauptsächlich als Bromid in der Natur vor. In dieser Form ist das Element z. B. im Meerwasser enthalten – als Brom im mittleren Durchschnitt ungefähr 7 Milligramm pro Liter. Das Halogen schmilzt bei -7,3 °C, siedet bei 58,8 °C und hat eine relative Dichte von 3,1. Brom ist hinsichtlich seiner chemischen Eigenschaften dem Chlor sehr ähnlich, so dass es einige Zeit nicht als eigenes Element erkannt wurde. Dies gelang erst 1826 dem französischen Chemiker Antoine Jérôme Balard, der auf Grund dessen als Entdecker des Elements gilt – Balard gewann das Halogen aus Meerwasser. Das neue Element wurde nach seinem starken, die Schleimhäute reizenden Geruch benannt; der Name Brom leitet sich von dem griechischen Wort bromos (Gestank) ab.

Bei Zimmertemperatur ist Brom eine extrem flüchtige, je nach Konzentration rote bis dunkelbraune Flüssigkeit, die giftige, rötliche Dämpfe abgibt. Gelangt die Flüssigkeit auf die Haut, kann sie sehr langsam heilende Wunden verursachen. Brom ist schwach wasserlöslich – hundert Teile kaltes Wasser lösen etwa vier Teile Brom, heißes Wasser löst drei Teile. Bei Temperaturen unter 7 °C bildet Brom mit Wasser ein festes rötliches Hydrat, Br2 · 8H2O. In Anwesenheit von Alkalilauge (z. B. Natronlauge) reagiert Brom bei 0 °C zu hypobromiger Säure (HBrO) und Wasser. Brom löst sich gut in einer Vielzahl von organischen Lösungsmitteln wie z. B. Ethanol, Ether, Trichlormethan (Chloroform) und Kohlenstoffdisulfid (Schwefelkohlenstoff). Es reagiert chemisch mit vielen Verbindungen und metallischen Elementen und ist etwas weniger aggressiv als Chlor.

Brom kommt in der Natur nicht als freies Element vor, sondern nur in Form seiner chemischen Verbindungen. Früher fiel das Element als Nebenprodukt bei der Gewinnung von Salz oder Kalium aus stark bromhaltigen Solen an. Elementares Brom kann z. B. durch die Behandlung mit Mangandioxid aus Bromiden gewonnen werden. Die steigende Nachfrage hat zur Gewinnung von Brom aus Meerwasser geführt, das im Durchschnitt 65 Teile Brom pro Million Teile enthält.

3

Verwendung

Brom wird beispielsweise zur Herstellung von photographischen Chemikalien, bei der Synthese von Farbstoffen, Arzneimitteln und bei der Produktion von Feuerlöschmitteln verwendet. Wässrige Bromidlösungen nutzt man bei der Erzflotation und bei der Erdölförderung.

In diesem Artikel suchen
Druckerfreundliche Version der Seite
Versenden




© 2008 Microsoft