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Windows Live® Suchergebnisse British ColumbiaEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
British Columbia, pazifische Provinz im südwestlichen Kanada. Sie grenzt im Norden an das Yukon Territory und die Northwest Territories; im Osten an Alberta; im Süden an die amerikanischen Bundesstaaten Montana, Idaho und Washington sowie im Westen an den Pazifik und an den amerikanischen Bundesstaat Alaska. Ein Teil der Ostgrenze wird vom Hauptkamm der Rocky Mountains gebildet. Zu der Provinz gehören die Vancouver Island und die Königin-Charlotte-Inseln vor der Westküste. British Columbia ist sowohl in Bezug auf die Fläche als auch hinsichtlich der Einwohnerzahl die drittgrößte kanadische Provinz hinter Quebec und Ontario. Es handelt sich um eine gebirgige Region. Die Bevölkerung konzentriert sich vorwiegend auf den Südwestteil der Provinz. Die größte Stadt ist Vancouver, die Hauptstadt ist Victoria. British Columbia wurde am 20. Juli 1871 als sechste Provinz in die Kanadische Konföderation aufgenommen. Die Provinz ist reich an Rohstoffen. Dazu gehören mineralische Bodenschätze, Wälder und Fischgründe, auf deren Basis sich die wirtschaftliche Entwicklung vollzogen hat. Aufgrund der landschaftlichen Reize und dem großen Angebot an Erholungsmöglichkeiten spielt in letzter Zeit auch der Tourismus eine bedeutende Rolle. Der Name der Provinz bezieht sich auf den hier entspringenden Columbia River, der nach Süden über die Grenze in die Vereinigten Staaten weiterfließt.
Mit einer Fläche von 947 800 Quadratkilometern ist British Columbia die drittgrößte kanadische Provinz. Sie hat in etwa die Form eines Rechtecks; die größten Abmessungen betragen ungefähr 1 250 Kilometer in Nord-Süd-Richtung und ungefähr 1 050 Kilometer in Ost-West-Richtung. Die Höhenlage schwankt zwischen Meereshöhe und 4 663 Meter am Mount Fairweather in den Saint Elias Mountains. Die Länge der pazifischen Küste British Columbias beträgt einschließlich der Küstenlänge der Inseln sowie der Mündungsdeltas der Flüsse 32 747 Kilometer.
British Columbia weist die vielfältigste Oberflächenstruktur der vier westlichen Provinzen Kanadas auf. Der Großteil der Region wird von Gebirgsketten durchzogen, die sich vom Südosten in den Nordwesten erstrecken. Im nordöstlichsten Teil hat British Columbia noch Anteil an der kanadischen Ebene (Plains). Die Landschaft dieser Region ist eben bis leicht hügelig. Während der Eiszeit war fast ganz British Columbia, mit Ausnahme der Königin-Charlotte-Inseln, die eine eigenständige Fauna und Flora aufweisen, von Eis bedeckt. Das östliche Gebirgssystem umfasst einen komplexen Gürtel vergletscherter Bergketten und Täler, die sich vom Südosten in den Nordwesten erstrecken. Diese Region wird von den Rocky Mountains dominiert. Zu den kleineren Gebirgszügen gehören die Cassiar und die Omineca Mountains im Norden sowie die Cariboo-, Selkirk-, Monashee- und Purcell-Berge im Süden. Das wichtigste Tal der Region ist der Rocky Mountain Trench, ein tief eingeschnittenes, grabenähnliches Tal zwischen den Rocky Mountains im Osten und dem Columbia Mountain System im Westen. Verschiedene wichtige Pässe führen über die kontinentale Wasserscheide und verbinden den südöstlichen Teil British Columbias mit Alberta. Bei der Region zwischen den Gebirgen handelt es sich ebenfalls um ein zerklüftetes Gebiet. Der mittlere Abschnitt um den Lake Prince George and Williams weist eine raue und hügelige Oberflächenstruktur auf. Sowohl die nördlichen als auch die südlichen Gebirgszüge erreichen annähernd die Höhe der Rocky Mountains. In vielen der in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Tälern des südlichen Binnenlands befinden sich ausgedehnte Seen. Das Western Mountain System wird von dem stark vergletscherten Küstengebirge beherrscht, in dessen äußerstem Nordwesten sich der höchste Berg British Columbias befindet: Mount Fairweather. Bei den zahlreichen der pazifischen Küste vorgelagerten Inseln handelt es sich um die Gipfel einer Gebirgskette, die durch eine Erhöhung des Meeresspiegels vor geologisch kurzer Zeit teilweise versunken ist. Der größte Teil der Küste ist von Fjorden eingeschnitten. Die einzigen bedeutenden Küstenebenen befinden sich im unteren Tal des Fraser Rivers und in der Nähe von Victoria auf Vancouver Island.
In den Gebirgen entspringen zahlreiche reißende Bäche und große Flüsse. Zu den wichtigsten gehören Fraser, Skeena, Columbia und Kootenay, die alle in den Pazifik münden, sowie der Peace River, der in das Eismeer mündet. Der Fraser entspringt in den Rocky Mountains und legt bis zu seiner Mündung an der Strait of Georgia nahe Vancouver eine Strecke von 1 368 Kilometern zurück. Der Columbia River ist einer der längsten Flüsse Nordamerikas. Er entspringt im Südosten von British Columbia und legt noch in Kanada eine Strecke von 740 Kilometern zurück, bevor er die Grenze in die Vereinigten Staaten überschreitet. Ein weiterer wichtiger Fluss im Nordwesten der Provinz ist der Stikine. In British Columbia gibt es zahlreiche natürliche Seen, und zwar insbesondere in den Tälern im Landesinneren im Südteil und in der Mitte des Landes. Zu den größten Seen gehören der Babine, Atlin, Kootenay, Ootsa, Okanagan, Upper und Lower Arrow sowie der Quesnel. Mehrere Flüsse sind durch Dämme aufgestaut worden. Das gilt insbesondere für den Columbia River und den Peace River, die auch intensiv zur Energieerzeugung genutzt werden. Einige Flüsse wurden bewusst nicht aufgestaut, um den jährlichen Zug der Lachse nicht zu behindern. Zu den größten Stauseen gehören der Williston-See am Peace River sowie das Nechako Reservoir am Nechako River.
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