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Windows Live® Suchergebnisse Gram-FärbungEnzyklopädieartikel
Gram-Färbung, häufig verwendete Methode zum Anfärben von Bakterien als Hilfsmittel zu ihrer Identifizierung. Das Verfahren wurde von dem dänischen Arzt Hans Christian Joachim Gram entwickelt. Man behandelt die Bakterien zunächst mit Gentianaviolett (einem Farbstoff aus einem Methylderivat des Pararosanilins) und anschließend mit der Gram-Lösung (ein Teil Iod, zwei Teile Kaliumiodid und 300 Teile Wasser). Nach Waschen mit Ethylalkohol behalten manche Bakterien die starke Blaufärbung des Gentianavioletts bei, andere dagegen werden vollständig entfärbt. Manchmal nimmt man anschließend eine Gegenfärbung mit Fuchsin oder Eosin vor, um die farblosen Bakterien durch Rotfärbung besser sichtbar zu machen. Bakterien, welche die blaue Farbe behalten, nennt man grampositiv; werden sie entfärbt, heißen sie gramnegativ. Eine dritte Gruppe repräsentieren Organismen, die manchmal die Farbe behalten und manchmal nicht. Typische grampositive Bakterien sind die Staphylokokken, die Furunkel erzeugen; gramnegativ sind u. a. die Erreger des Keuchhustens; und zur dritten Gruppe gehören beispielsweise die kugelförmigen Bakterien, die Tuberkulose hervorrufen.
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