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Asche

Enzyklopädieartikel

Asche, fester Rückstand der Verbrennung. Falls eine vollständige Verbrennung stattgefunden hat, setzt sich die Asche ausschließlich aus anorganischen Bestandteilen zusammen.

Im Allgemeinen besteht Holz- und Pflanzenasche hauptsächlich aus Kaliumcarbonat, Kaliumsulfat und Soda. Jahrhundertelang wurde Kalium, das zur Salpeterherstellung gebraucht wurde, vornehmlich aus Holzasche gewonnen. Bis zum 1. Weltkrieg wurde das Kalium für die USA auf diesem Wege hergestellt. Der Aschegehalt trockener Hölzer variiert zwischen zwei Gewichtsprozent für Balsaholz und 0,2 Gewichtsprozent für Rotholz.

Die Asche von Tierknochen besteht hauptsächlich aus Calciumphosphat. Viele Jahre lang wurde Phosphor vorrangig aus Knochen gewonnen. Knochenmehl findet auch heute noch wegen seines Phosphor- und Calciumgehalts als Dünger Verwendung. Calciumphosphat wird heutzutage auch aus Minerallagerstätten gewonnen. Diese entstanden meist aus den Knochen prähistorischer Tiere. Die Asche, die man aus der Verbrennung von Meerespflanzen erhält, dient zur Iodgewinnung.

Der Ascheanteil in Kohle variiert von drei Gewichtsprozent bei einigen subbituminösen Braunkohlen bis zu 28 Gewichtsprozent bei einigen Kannelkohlen. Ihre Zusammensetzungen sind ebenfalls stark unterschiedlich. Kohlenasche enthält Natrium- und Kaliumcarbonate sowie größere Mengen an Silicat, das die verschiedensten Metalle einschließt. Die Zusammensetzung der Asche bestimmt deren Schmelzpunkt, also die Temperatur, bei der die Schlacke gebildet wird. Er kann zwischen 1 093 °C und 1 649 °C liegen. Die Kohlen mit niedrigen Schmelztemperaturen verfügen im Allgemeinen über einen hohen Silicatanteil.

Alle anorganischen Bestandteile der Nahrung werden als Asche zusammengefasst, obwohl sich einige davon bei der Verbrennung verflüchtigen. Die Aschen enthalten die lebensnotwendigen Mineralien mit den Elementen Calcium, Chlor, Iod, Eisen, Phosphor, Kalium, Natrium und Schwefel.

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