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Ingrid Bergman

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Ingrid BergmanIngrid Bergman

Ingrid Bergman (1915-1982), schwedische Schauspielerin. Die wandlungsfähige Darstellerin gehörte in den vierziger Jahren zu den großen Stars des amerikanischen Films.

Bergman wurde am 29. August 1915 als Tochter eines schwedischen Malers und Photographen und einer deutschen Mutter in Stockholm geboren. Nach dem frühen Tod ihrer Eltern wuchs sie bei Verwandten auf und erhielt ihre Schulausbildung in einem Mädcheninternat ihrer Heimatstadt. 1933/34 wurde sie an der Königlichen Schauspielschule in Stockholm zur Bühnenschauspielerin ausgebildet. Nachdem sie 1932 ihren ersten Leinwandauftritt gehabt und in der Folge weitere Engagements erhalten hatte, gelang Bergman der Durchbruch mit ihrer Hauptrolle in Gustaf Molanders konventionellem Melodram Intermezzo (1936). Durch diese Rolle wurden amerikanische Filmproduzenten auf sie aufmerksam. 1938 erhielt sie von David O. Selznick einen Vertrag und ging nach Hollywood. Ihr erster amerikanischer Film war Intermezzo, A Love Story (1939), ein Remake des Molander-Films von 1936, das vor allem aufgrund von Bergmans Leistung sehenswert ist. Im folgenden Jahr debütierte sie mit dem Stück Liliom am Broadway.

Zu Beginn der vierziger Jahre spielte sie in einer Reihe von Filmen, die heute als Klassiker gelten. Zusammen mit Humphrey Bogart stand sie in Michael Curtiz’ Casablanca (1942; Casablanca) vor der Kamera, einem romantischen Flüchtlingsmelodram vor dem Hintergrund der Bedrohung der Welt durch das nationalsozialistische Deutschland. In dem Werk, das heute als Kultfilm gilt, verkörpert Bergman eine Frau, die zwischen zwei Männern steht und die zwischen Pflichtbewusstsein und Leidenschaft schwankt. Ihr Partner in Sam Woods For Whom the Bell Tolls (1943; Wem die Stunde schlägt), einer Filmadaption von Ernest Hemingways Roman aus dem spanischen Bürgerkrieg, war Gary Cooper. Für ihre Leistung in George Cukors Psychothriller Gaslight (1944; Das Haus der Lady Alquist) wurde sie mit einem Oscar als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet. Bergmans natürliche Schönheit transportierte ein Image von Unschuld, Reinheit und Integrität, das sie zur idealen Gefährtin in romantischen Liebesaffären bestimmte. Ihre Offenheit und Aufrichtigkeit ist verbunden mit einer unterschwelligen Sinnlichkeit. Es folgten die beiden Hitchcock-Thriller Spellbound (1945; Ich kämpfe um dich) mit Gregory Peck und Notorious (1946; Berüchtigt) mit Cary Grant, in dem hinter der makellosen Oberfläche auch Abgründe zu erahnen sind. Ihrem Image als natürliche, „seelenvolle” und edelmütige Frau wurde sie erneut in Joan of Arc (1948; Johanna von Orleans) gerecht.

Als Bergman 1949 ihre Familie verließ um den italienischen Filmregisseur Roberto Rossellini, einen wichtigen Repräsentanten des Neorealismus, zu heiraten (Scheidung 1957), nahm ihr Leinwandimage Schaden, und die Öffentlichkeit reagierte mit Entrüstung auf die Abwege ihres Idols. Mit Rossellini drehte sie sehr persönliche Filme wie Stromboli (1949; Stromboli) oder Viaggio in Italia (1953; Liebe ist stärker). Ihre Tochter Isabella Rossellini, die aus dieser Ehe hervorging, ist heute ebenfalls eine erfolgreiche Filmschauspielerin. Nach dem Ende dieser Verbindung feierte Bergman ihr Comeback in Hollywood mit Anatole Litvaks Anastasia (1956; Anastasia); für ihre Rolle als angebliche Zarentochter erhielt sie ihren zweiten Oscar. In der Folgezeit arbeitete sie vielfach auch in Europa, in deutschen, französischen und britischen Produktionen, in denen sie, bemerkenswert uneitel im Umgang mit dem Alterungsprozess, charmante, reife Frauencharaktere verkörperte. Ihre Darstellung in der Agatha-Christie-Verfilmung Murder on the Orient Express (1974; Mord im Orientexpreß) brachte ihr einen Nebenrollen-Oscar ein. 1977 agierte sie an der Seite von Liv Ullmann in Ingmar Bergmans Kammerspiel Herbstsonate, eine Geschichte um eine schwierige Mutter-Tochter-Beziehung. In ihrer letzten Rolle verkörperte sie die israelische Ministerpräsidentin in dem Fernsehfilm A Woman Called Golda (1982; Golda Meir). Ihre Autobiographie publizierte sie unter dem Titel Ingrid Bergman: My Story (1980). Ingrid Bergman starb am 29. August 1982 in London.

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