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Asien

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Asien: BildergalerieAsien: Bildergalerie
Artikelgliederung
1

Einleitung

Asien, größter Kontinent der Erde. Asien umfasst einschließlich der vorgelagerten Inseln etwa 44,4 Millionen Quadratkilometer. Das sind rund 33 Prozent der gesamten Landfläche der Erde. In Asien leben mehr als 4 Milliarden Menschen.

Als Grenze zu Europa gilt seit dem 18. Jahrhundert die Gebirgskette des Ural und daran nach Süden anschließend der Fluss Ural, der in das Kaspische Meer mündet. Die südliche Grenze bildet der Kaukasus zwischen dem Kaspischen Meer und dem Schwarzen Meer. Europa und Asien bilden zusammen den Kontinent Eurasien. Fast der ganze asiatische Kontinent liegt auf der Nordhalbkugel. Nur in Südostasien greifen die Inseln des Malaiischen Archipels auf die südliche Hemisphäre über. Im Norden grenzt Asien an das Nordpolarmeer, im Osten an den Pazifik, im Süden an den Indischen Ozean und im Westen an das Mittelmeer. Von Afrika wird Asien durch das Rote Meer, von Amerika durch die Meerenge der Beringstraße getrennt.

Vom südlichsten Punkt auf dem Festland, der Südspitze der Malaccahalbinsel, bis zum nördlichsten, dem Kap Tscheljuskin auf der Taimyr-Halbinsel, dehnt sich Asien über ungefähr 8 500 Kilometer aus. Zwischen dem westlichsten Punkt, dem Kap Baba in der Türkei, und dem östlichsten, dem Kap Deschnew, erstreckt sich der Kontinent über rund 11 000 Kilometer. In Asien befindet sich sowohl der tiefstgelegene als auch der höchstgelegene Punkt der Erdoberfläche: Das Ufer des Toten Meeres liegt etwa 408 Meter unter dem Meeresspiegel, der Mount Everest im Himalaya erreicht eine Höhe von 8 850 Metern.

Im Südosten sind dem asiatischen Festland eine Reihe von Inseln vorgelagert, die sich in ihrer östlichen Ausdehnung bis Ozeanien erstrecken. Hierzu gehören Indonesien mit den Inseln Sumatra, Java, Celébes, Borneo und Neuguinea sowie die Philippinen. Nördlich davon liegen Taiwan, Japan und Sachalin der Küste vorgelagert. Sri Lanka und kleinere Inselgruppen wie die Malediven, die Andamanen und die Nikobaren befinden sich im Indischen Ozean.

Asien umfasst den asiatischen Teil der früheren Sowjetunion (Russland, die kaukasischen und die zentralasiatischen Staaten), Ostasien mit China, Tibet, der Mongolei, Nord- und Südkorea sowie Japan; Südostasien mit Myanmar, Thailand, Kambodscha, Laos, Vietnam, Malaysia, Singapur, Indonesien, Brunei und den Philippinen; Südasien mit Indien, Bangladesch, Pakistan, Sri Lanka, Nepal und Bhutan, sowie Südwestasien mit Afghanistan, dem Iran, dem Irak, der Türkei, Syrien, Libanon, Israel, Jordanien und den Staaten der Arabischen Halbinsel (Saudi-Arabien, Jemen, Oman, Vereinigte Arabische Emirate, Katar, Bahrain und Kuwait). Asien ist durch viele kleinere Randmeere und Halbinseln gegliedert.

2

Land

Asien wird von West nach Ost von einem stark gegliederten Faltengebirgsgürtel durchzogen, der seine größte Höhe im Himalaya erreicht. Nördlich und südlich davon schließen sich ausgedehnte Hochländer und Hochebenen an.

2.1

Geologie

Die Erdkruste Asiens besteht aus verschiedenen Platten. Die ältesten Teile der Eurasischen Platte stammen aus dem Präkambrium und liegen z. B. im Arabischen Schild, der Chinesischen Masse und der Sibirischen Tafel.

Während des Paläozoikums und Mesozoikums bis ins Känozoikum hinein lagerten sich Sedimente in dem Meer Tethys ab, das mit Beginn der alpidischen Faltung im Perm stark eingeengt wurde. In dieser Zeit entstanden die Hochgebirge in Südeuropa, Nordwestafrika, Vorder-, Süd- und Südostasien. So wurden Kaukasus, Kuzey Anadolu Dağları (Pontisches Gebirge), Taurus, Kopetdag, Elburs, Zagrosgebirge sowie Hindukusch und Pamir aufgefaltet. Ein Restmeer der Tethys ist u. a. das Mittelmeer.

Die Gebirge am Ostrand des Kontinents werden durch den Druck der Pazifischen Platte geschaffen und gehören zum zirkumpazifischen Gebirgsgürtel. Dies ist auch der Grund starker Erdbeben- und Vulkantätigkeit in Japan, Taiwan, den Kurilen, den Ryukyu-Inseln und auf den Philippinen. In Südostasien verlaufen die Gebirgsketten bedingt durch den Druck der Indisch-Australischen Platte gegen die Eurasische in nordsüdlicher Richtung.

2.2

Physische Geographie

Der Pamir, das „Dach der Welt”, liegt in Zentralasien. An ihm haben Indien, China, Tadschikistan, Pakistan und Afghanistan Anteil. Mehrere Gipfel erreichen hier Höhen von über 7 000 Metern. Höchster Berg im Pamir ist der Kongur Shan mit einer Höhe von 7 719 Metern. In westlicher Richtung schließen sich an den Pamir der Hindukusch, das Elbursgebirge, der Kaukasus, das Gebirge Kuzey Anadolu Dağları (Pontisches Gebirge), das Zagrosgebirge und der Taurus an. Nach Südosten folgem dem Pamir die Hochgebirge Himalaya (mit den Gebirgsketten Siwalik, Vorderhimalaya, Hoher Himalaya und Transhimalaya) und Karakorum. Dieser Gebirgszug geht nach Osten in den Kunlun Shan über. Im Osten greift dieses Hochgebirge mit niedrigeren Erhebungen wie dem Nan Shan bis in den Norden Chinas über. Zwischen dem Himalaya und den Gebirgszügen des Karakorum und Kunlun Shan liegt das Hochland von Tibet. Es umfasst eine Fläche von etwa 2 Millionen Quadratkilometern bei einer mittleren Höhe von rund 4 500 Metern. Dieses Hochland ist an allen Seiten von hohen Gebirgsmauern umrahmt. Nach Nordosten geht der Pamir in den Tian Shan über. Ihm folgen Altai, Sajan, das Jablonowyjgebirge und das Stanowoigebirge.

Die Gebirgszüge sind durch Becken gegliedert: Zwischen dem Tian Shan und den Gebirgssystemen von Karakorum und Kunlun Shan liegt das Tarimbecken mit einem extrem kontinentalen Klima, das zum größten Teil von der Takla Makan bedeckt ist. Kunlun Shan, Altun Shan und Nan Shan umranden das Qaidambecken. Nach Norden schließen sich an die zentralen Gebirgszüge ausgedehnte Tief- und Bergländer an, so z. B. das Westsibirische Tiefland und das Mittelsibirische Bergland. Nach Süden folgen dem Faltengebirgsgürtel die Tiefebenen von Indus und Ganges sowie der Indische Schild. Zu den trockenen Hochländern Vorderasiens zählen das Hochland von Anatolien, das Ararathochland und das Hochland von Iran. Im Süden liegen die Arabische Halbinsel, das Hochland von Dekkan und die Gebirge Südostasiens. Nach Osten dachen die Hochebenen und Gebirge in mehreren Stufen zum Pazifik ab. Entsprechend der klimatischen Bedingungen ändern sich auch die Bodenarten. Weite Gebiete in Sibirien werden von Tundra und Taiga eingenommen, die Bodenarten ändern sich über Tundrengley bei jahreszeitlich auftauendem Dauerfrostboden im Norden zu Gley und Podsol im Süden. Diese Böden gehen weiter nach Süden in Braun- und Schwarzerde über. In den Hochebenen und Gebirgen findet man zum großen Teil Halbwüsten- und Wüstenböden. Entlang der großen Flusssysteme in Süd- und Ostasien (z. B. Indus, Ganges) erstrecken sich fruchtbare Schwemmlandböden. Der größte Teil des Indischen Subkontinents und Südostasiens wird von Tonböden und Lateriten eingenommen.

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