Auswahl der Encarta-Redaktion
Gute Bücher zum Thema "Ray Charles", ausgewählt von den Encarta-Redakteuren.
Suche in Encarta
In Encarta suchen nach Ray Charles

Windows Live® Suchergebnisse

  • Ray Charles Memorial

    Am 6. Januar startet in Deutschland ein Kinofilm über das wilde und exzessive Leben der Soullegende Ray Charles, sein musikalisches Genie, seine tragischie Kindheit, seine ...

  • Ray Charles

    The Official Ray Charles Website.

  • Ray Charles | Theatergastspiele Kempf GmbH

    theatergastspiele kempf, theater, tourneetheater, tournee, theater unterwegs, theaterpreis, schauspieler, schauspielerinnen, produktion, theaterproduktion, theaterproduktionen ...

Alle Suchergebnisse anzeigen:
Windows Live® Suchergebnisse

Ray Charles

Enzyklopädieartikel
Multimedia
Ray CharlesRay Charles

Ray Charles, eigentlich Ray Charles Robinson, (1930-2004), amerikanischer Jazzmusiker (Komponist, Pianist, Sänger, Bandleader und Arrangeur). Mit seiner unverwechselbaren Mischung aus Gospel, Blues und Jazz wurde er in den fünfziger Jahren zum Pionier der Soulmusik.

Charles wurde am 23. September 1930 als Sohn eines Eisenbahnarbeiters und einer Wäscherin in Albany (Georgia) geboren und wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Am grünen Star erkrankt, erblindete er im Alter von sieben Jahren. Bis zu seinem 15. Lebensjahr besuchte er die Saint-Augustine-Blindenschule in Florida, wo er in Komposition, Klavier, Klarinette und weiteren Instrumenten seine erste musikalische Ausbildung erhielt. Nach dem frühen Tod seiner Eltern verließ er die Schule und verdiente seinen Lebensunterhalt als Pianist bei verschiedenen Bands. 1949 gründete er ein eigenes Trio, mit dem er konventionelle, an Nat King Cole und Charles Brown orientierte Aufnahmen machte. Mit dem Song Baby, Let Me Hold Your Hand gelang ihm 1951 ein Top-Ten-Hit. 1954 rief er eine siebenköpfige Band ins Leben.

In den fünfziger Jahren entwickelte der charismatische Musiker durch die neuartige Verbindung von geistlichem Gospel und weltlichem Blues einen individuellen Stil, der ihn zum Begründer der Soulmusik machte. Ray Charles war ständiger Gast auf vielen Jazzfestivals. Seine Musik, die von Jazz- und Rockfreunden gleichermaßen begeistert aufgenommen wurde, beeinflusste die Entwicklung der populären Musik und kann als direktes Verbindungsglied zwischen den modernen Stilrichtungen des Blues und den frühen Country-Bluestraditionen gesehen werden. Charles wurde zum Vorbild für namhafte Popmusiker wie Eric Burdon, Van Morrison, Joe Cocker, Stevie Wonder oder Billy Joel. Trotz ihrer großen Vielseitigkeit verlässt die Musik von Ray Charles nie den Boden des Swing. Markenzeichen wurde seine rauchige, nasale Stimme. Zu seinen bekanntesten Songs gehören I Got a Woman, This Little Girl of Mine, What’d I Say, Georgia on My Mind, Unchain My Heart, You Are My Sunshine und Hit the Road Jack. Den Höhepunkt seiner Schaffenskraft erreichte er in der ersten Hälfte der sechziger Jahre. Nachdem er in den siebziger und achtziger Jahren nicht an seine früheren Erfolge anknüpfen konnte, gelang ihm in den neunziger Jahren ein beachtliches Comeback. Ray Charles gewann zahlreiche Preise, darunter den Grammy Lifetime Achievement Award (1987). Seine Autobiographie trägt den Titel Brother Ray, Ray Charles’ Own Story (1978). Charles starb am 10. Juni 2004 in Beverly Hills (Kalifornien).

Acht Monate nach seinem Tod wurde Ray Charles mit acht Grammys geehrt, darunter in der Hauptkategorie „Bestes Album” für die CD Genius Loves Company (2004), das in seinen letzten Lebensmonaten in Zusammenarbeit mit Musikern wie B. B. King, Elton John und Willlie Nelson entstanden war.

In diesem Artikel suchen
Druckerfreundliche Version der Seite
Versenden




© 2008 Microsoft