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Meere

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Meeresforschung

Die (natur-)wissenschaftliche Erforschung der Meere ist Aufgabe der Meeresforschung (Ozeanologie, Ozeanographie). Sie ist zugleich Grundlagen- und angewandte Forschung und arbeitet mit physikalischen, chemischen, geowissenschaftlichen und biologischen Methoden. Direkte Beobachtungen und Messungen sind u. a. von Forschungsschiffen und Tauchbooten aus möglich. Wachsende Bedeutung hat die Fernerkundung durch Satelliten erlangt. Die Tiefseeforschung ist eine relativ junge Disziplin. Die Meereskunde wird in Deutschland durch das Bundesamt für Seeschifffahrt und das Institut für Meereskunde der Universität Kiel vertreten.

Die Vereinten Nationen erklärten das Jahr 1998 zum „Internationalen Jahr des Ozeans”. Nach Angaben des World Wide Fund for Nature (WWF) konnten in diesem Zeitraum für den Schutz der Meeresumwelt einige Erfolge verbucht werden. Dazu gehören z. B. der Beschluss der Umweltministerkonferenz zum Einleitungsstopp für gefährliche und radioaktive Stoffe in den Atlantischen Ozean bis zum Jahr 2020, das Verbot der International Maritime Organization (IMO) für hochgiftige Schiffsanstriche seit dem Jahr 2003 sowie das Verbot der Europäischen Union für Treibnetzfischerei im Mittelmeer und im Atlantischen Ozean. Rückschläge waren jedoch Umweltkatastrophen wie der im Oktober 1998 erfolgte Schiffsunfall der Pallas, der vor der Nordseeinsel Amrum zur bisher größten Ölverschmutzung im Wattenmeer führte, die ökologische Katastrophe, die sich im Dezember 1999 nach dem Unfall des Öltankers Erika vor der Küste der Bretagne ereignete, die Freisetzung gewaltiger Ölmengen nach dem durch eine Explosion ausgelösten Sinken der weltgrößten Bohrinsel vor der brasilianischen Küste im März 2001, die Havarie des Öltankers Prestige vor der spanischen Atlantikküste im November 2002 oder die Stagnation beim Schutz der Schweinswale in der Nordsee. Der WWF fordert die Festlegung weiterer Grenzwerte bei der Einleitung von Substanzen in das Meer.

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Zukunft des Ökosystems Meer

Nach jüngsten wissenschaftlichen Erkenntnissen wird die sich abzeichnende Klimaänderung nachhaltige Veränderungen für die Weltmeere und die Küstengebiete verursachen. Der Anstieg des Meeresspiegels wird weitergehen, zudem ist mit einer Versauerung der Meere und einer Erwärmung der oberflächennahen Schichten zu rechnen. Als Ursachen hierfür gelten vor allem die durch den Menschen verursachte Zunahme von Treibhausgasen in der Atmosphäre und die daraus resultierende globale Erwärmung, die auch die obersten Schichten der Weltmeere einschließt. Die thermische Ausdehnung des Meerwassers sowie das bei höheren Temperaturen forcierte Abschmelzen von Gletschern und Inlandeismassen bewirken ein Ansteigen des Meeresspiegels. Die steigende Konzentration von CO2 in der Atmosphäre führt auch zu einem erhöhten Eintrag von CO2 in die Meere und bewirkt dort über eine Reihe chemischer Reaktionen eine zunehmende Versauerung des Meerwassers.

Marine Ökosysteme reagieren wesentlich sensibler und rascher auf Klimaänderungen als terrestrische. Die gegenwärtig ablaufenden Veränderungen werden Beeinträchtigungen der Nahrungsketten und der Zusammensetzung des Artenspektrums nach sich ziehen, die heute noch nicht exakt prognostizierbar sind. Damit kommen auch auf die Fischerei neben den drastischen Folgen der Überfischung weitere Gefährdungen hinzu. All diese Faktoren bedrohen die ausreichende Nahrungsversorgung einer weiter zunehmenden Weltbevölkerung. In ihrem Bestand bedroht sind die Korallenriffe der Tropen, von denen ein großer Teil bei Fortschreiten der Erwärmung der Meere zerstört werden wird. Zu den markantesten Auswirkungen des Anstiegs der Temperaturen gehört der Rückgang der arktischen Eismassen. Ohne wirksamen Klimaschutz wird etwa das Nordpolarmeer Szenarien zufolge bis Ende des 21. Jahrhunderts eisfrei sein, was schwerwiegende Konsequenzen für die marinen Ökosysteme und das Klima nach sich ziehen wird.

Um diesen prognostizierten Veränderungen entgegenzusteuern, bedarf es eines wirksamen Klimaschutzes, vor allem der Reduzierung der Emissionen von Treibhausgasen. Allerdings tut sich die internationale Staatengemeinschaft mit der Einigung auf verbindliche Rahmenbedingungen schwer (siehe internationale Umweltschutzabkommen). Zudem sollten die Fischbestände durch Beenden der Überfischung vergrößert werden. Neben einem Abbau der Fischereisubventionen werden für das Erreichen dieses Ziels auch Maßnahmen gegen die illegale bzw. unregulierte Fischerei gefordert.

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