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Windows Live® Suchergebnisse Ray BradburyEnzyklopädieartikel
Ray Bradbury (*1920), amerikanischer Schriftsteller. Die Werke des vielseitigen Autors gelten als moderne Klassiker der Sciencefictionliteratur. Bradbury wurde am 22. August 1920 in Waukegan (Illinois) geboren; 1934 übersiedelte er mit seinen Eltern nach Los Angeles. Schon als Schüler wurde sein Schreibtalent erkannt und gefördert. Im Jahr seines High-School-Abschlusses 1938 veröffentlichte er in der Fanzeitschrift Imagination! seine erste Short Story, und bald verdiente er mit literarischen Beiträgen für Zeitungen und Zeitschriften seinen Lebensunterhalt. 1946 wurde The Big Black and White Game als „Best American Short Story” ausgezeichnet. Der literarische Durchbruch gelang Bradbury mit dem sozialkritischen Sciencefictionroman The Martian Chronicles (1950; Die Mars-Chroniken), in dem sich die gesellschaftlichen Probleme spiegeln, die die Vereinigten Staaten der fünfziger Jahre prägten, u. a. Rassismus, Zensur und atomare Bedrohung. Hier wie auch in der Sammlung phantastischer Erzählungen The Illustrated Man (1951; Der illustrierte Mann) erweist sich Bradbury als Moralist, den weniger die Darstellung des technologischen Fortschritts als die existentielle Befindlichkeit des Menschen in totalitären, technisch perfektionierten Zukunftsräumen interessiert. Internationale Berühmtheit erlangte Bradbury durch die von François Truffaut 1966 realisierte Verfilmung seines kulturpessimistischen Sciencefictionromans Fahrenheit 451 (1953; Fahrenheit 451). Das Werk beschreibt eine totalitäre Gesellschaft, die den Besitz und das Lesen von Büchern verbietet, um kritisches Denken zu verhindern. Zu weiteren erfolgreichen Titeln Bradburys zählen die ebenfalls erfolgreich verfilmten Horrorromane Something Wicked this Way Comes (1962; Das Böse kommt auf leisen Sohlen) und The Halloween Tree (1972; Halloween), der Kriminalroman Death Is a Lonely Business (1982; Der Tod ist ein einsames Geschäft) und sein autobiographisch gefärbter Roman Dandelion Wine (1957; Löwenzahnwein). Bradbury schrieb daneben auch Lyrik, Theaterstücke, Sachbücher wie Zen in the Art of Writing (1973; Zen in der Kunst des Schreibens) und unter wechselnden Pseudonymen mehrere Drehbücher zu Hollywoodfilmen nach eigenen und Fremdvorlagen, u. a. für Jack Arnolds It Came from Outer Space (1953; Gefahr aus dem Weltall), John Hustons Moby Dick (1956; Moby Dick, nach dem gleichnamigen Roman von Herman Melville), Jack Smiths The Illustrated Man (1969; Der Tätowierte) und Michael Andersons The Martian Chronicles (1980; Die Mars-Chroniken). Bradbury wurde mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit einem O. Henry Award (1947 und 1948), dem World Fantasy Award (1977), dem Grand Master Award from the Science Fiction Writers of America (1988), einem Emmy für das Drehbuch zu The Halloween Tree (1994) und dem Bram Stoker Award (2002).
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