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Windows Live® Suchergebnisse MoliseEnzyklopädieartikel
Molise, Region im mittleren Italien, grenzt im Norden an die Region Abruzzen, im Osten an die Adria, im Süden an die Regionen Apulien und Kampanien und im Westen an die Region Latium. Das Gebiet gliedert sich verwaltungsmäßig in die Provinzen Campobasso und Isernia. Hauptstadt der Region ist Campobasso. Molise ist landschaftlich überaus vielgestaltig. Die Region reicht von den Hochgebirgszügen der Monti del Matese über waldreiche Gebirgsausläufer und Hochebenen bis zur schmalen, knapp 25 Kilometer langen Küstenebene an der Adria. Die längsten Flüsse sind der Sangro und der Trigno. Wichtigster Wirtschaftsbereich der Region ist der Agrarsektor. Angebaut werden in den fruchtbaren Gebieten u. a. Getreide, Obst, (vor allem Weintrauben) und Gemüse. Viehzucht wird vorwiegend in den Gebirgsregionen betrieben. Zu den bedeutendsten Industriezweigen gehören die Weinproduktion, die Nahrungsmittelindustrie sowie die Herstellung von Schneidwaren, Möbeln und Zement. Vor der Eroberung durch die römischen Legionen lebten im Gebiet der heutigen Region Molise samnitische Stämme. Unter der Herrschaft der Langobarden wurde das Gebiet dem Herzogtum Benevento zugesprochen. Im 10. Jahrhundert erfolgte die Gründung der Region Molise durch den Zusammenschluss mehrerer Grafschaften. Die Geschichte der Region war lange Zeit mit der der Region Abruzzen identisch. Beide bildeten bis 1963 die gemeinsame Region Abruzzi e Molise und wurden erst dann geteilt. Bis in die siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts hinein litt die wirtschaftlich schwache Region stark unter Abwanderung. Obwohl sich diese Tendenz nicht weiter fortsetzte, zählt sie immer noch zu den am dünnsten besiedelten Regionen in Italien. Die Fläche der Region Molise beträgt 4 438 Quadratkilometer; die Einwohnerzahl liegt bei etwa 320 000 (2007).
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