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Joaquín Balaguer

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Joaquín BalaguerJoaquín Balaguer

Joaquín Balaguer (1907-2002), dominikanischer Politiker, Präsident der Dominikanischen Republik (1960-1962, 1966-1978 und 1986-1996).

Balaguer wurde am 1. September 1907 in Santiago de los Caballeros geboren und studierte Rechtswissenschaften in Santo Domingo und Paris. Seit dem Regierungsantritt des Diktators Rafael Leonidas Trujillo y Molina diente er, im Nebenberuf Literat und Professor, bedingungslos dessen Regime, zunächst auf diplomatischen Posten im Ausland, dann als Erziehungs- und Kulturminister (1949-1954 und 1955-1957), Außenminister (1954/55) und schließlich Vizepräsident (1957-1960). Nach dem Rücktritt von Trujillos Bruder Héctor als Staatspräsident 1960 rückte Balaguer in dieses Amt nach, jedoch nur als Marionette Trujillos. Als sich nach der Ermordung Trujillos im Mai 1961 die innenpolitischen Spannungen verschärften und die Regierung zunehmend unter den Druck der Opposition geriet, ging Balaguer im März 1962 in die USA ins Exil.

1965, nach einem erfolglosen Militärputsch der Anhänger Juan Domingo Boschs und der militärischen Intervention der Vereinigten Staaten, kehrte Balaguer in sein Land zurück. 1966 gewann er, gestützt auf seine Partei, den konservativen Partido Reformista Social Cristiano (PRSC, Christlichsoziale Reformpartei) die Präsidentschaftswahlen, bei denen er sich als Kandidat für den Frieden präsentiert hatte. 1970 und 1974 wurde er – dank Wahlmanipulationen – im Amt bestätigt. Unter seiner Regierung fand die Dominikanische Republik zu wirtschaftlicher Stabilität zurück; sozialen Unruhen und politischen Spannungen aber begegnete er mit Repressionen. 1978 und 1982 unterlag er bei den Präsidentschaftswahlen. 1986 kehrte er an die Macht zurück, 1990 und 1994 wurde er jeweils an der Staatsspitze bestätigt. Bei den vorgezogenen Neuwahlen 1996, die aufgrund von Zweifeln an der Rechtmäßigkeit der Wahlen von 1994 angeordnet worden waren, durfte Balaguer nicht kandidieren; 2000 stellte er sich für seinen PRSC erneut zur Wahl, allerdings erfolglos. Balaguer starb am 14. Juli 2002; bis zu seinem Tod hatte er, auch ohne offizielles Amt, das politische Leben der Dominikanischen Republik maßgeblich bestimmt.

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