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  • Bithynien – Wikipedia

    Bithynien (griech. Βιθυνία, Bithynia) ist eine antike Landschaft und Königreich im nordwestlichen Kleinasien. In Bithynien waren die thrakischen Stämme der Thynier und ...

  • Asklepiades von Bithynien – Wikipedia

    Asklepiades von Bithynien (* um 124 v. Chr. in Prusa in Bithynien; † 60 v. Chr.) war ein griechischer Arzt und Philosoph des späten Hellenismus, der in Rom wirkte.

  • Marina von Bithynien - Ökumenisches Heiligenlexikon

    Die Legende berichtet von Marina, daß sie als von ihrer Mutter verlassenes Mädchen ihrem Vater ins Kloster gefolgt sei, indem sie sich als Junge verkleidete.

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Bithynien

Enzyklopädieartikel

Bithynien, in der Antike Landschaft im nordwestlichen Kleinasien an den Südküsten des Pontos Euxinos (dem heutigen Schwarzen Meer), der Propontis (Marmarameer) und des Bosporus. Der Name stammt von den Bithyniern, einem Stamm, der aus Thrakien eingewandert war.

König Krösus von Lydien eroberte das Land im Jahre 560 v. Chr. Als Lydien vier Jahre später von den Persern unterworfen wurde, wurde Bithynien Teil des Persischen Reiches. 334 v. Chr. wurde es von Alexander dem Großen belagert. Nach dessen Tod im Jahre 323 v. Chr. wurde das Land nominell von Antigonos I., einem der makedonischen Feldherren, die Alexanders Reich aufteilten, regiert. Um 316 v. Chr. gründete Antigonos Nikaia (das heutige Iznik in der Türkei), die spätere Hauptstadt von Bithynien. Anfang des 3. Jahrhunderts v. Chr. erlangten die Bithynier unter der Führung des Zipoites ihre Unabhängigkeit zurück. Die erste Dynastie bithynischer Könige wurde von Zipoites’ Sohn Nikomedes I. (Regierungszeit 278-250 v. Chr.) gegründet, der Nikomedia (das heutige Izmit in der Türkei) im Jahre 264 v. Chr. gründete und zu seiner Hauptstadt machte. Bithynien erlebte unter den nachfolgenden Königen dieser Dynastie seine größte Blüte, insbesondere unter Prusias I. (Regierungszeit 235-182 v. Chr.), unter Prusias II. (Regierungszeit 182-149 v. Chr.), der Prusa (das heutige Bursa) gründete, unter Nikomedes II. (Regierungszeit 149-128 v. Chr.) sowie unter Nikomedes III. (Regierungszeit 127-94 v. Chr.) und Nikomedes IV. (Regierungszeit 95-74 v. Chr.). Nikomedes IV. übertrug am Ende seiner Regierungszeit das Königreich Bithynien an Rom. Ein Jahr später wurde es römische Provinz, um schließlich mit Teilen von Pontus zu einer römischen Provinz vereinigt zu werden. Bereits im 1. Jahrhundert n. Chr. haben sich hier Christen angesiedelt. Später, unter byzantinischer Herrschaft, war Bithynien auf ein Gebiet westlich des Flusses Sangarius (des heutigen Sakarya in der Türkei) beschränkt. Es wurde eine Provinz des Bistums Pontus. Im Jahre 1298 n. Chr. fielen die Seldschuken unter Osman I. in Bithynien ein. Danach wurde das Gebiet zu einem Teil des Osmanischen Reiches. Heute liegt Bithynien in der Türkei.

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