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Windows Live® Suchergebnisse SingvögelEnzyklopädieartikel
Singvögel, Unterordnung der Sperlingsvögel mit etwa 4 300 Arten. Singvögel haben eine große Formenvielfalt entwickelt, sie repräsentieren etwa die Hälfte aller Vogelarten. Die Größe von Singvögeln variiert zwischen weniger als zehn (Goldhähnchen) und etwa 65 Zentimetern (Kolkrabe). Lebensräume der meisten Singvögel sind Wälder oder Buschland. Wie bei anderen Sperlingsvögeln sind auch die Jungen der Singvögel Nesthocker. Während der Fütterung strecken sie den Eltern ihren weit geöffneten, auffällig gefärbten Rachen entgegen (sie „sperren”). Alle Singvögel haben einen komplexen Stimmapparat, die Syrinx: Dabei handelt es sich um ein knorpeliges Organ mit paarigen Stimmbändern am unteren Ende der Luftröhre vor den Bronchien. Zudem besitzen Singvögel vier bis neun Muskelpaare, mit deren Hilfe sie äußerst vielfältige Laute hervorbringen können (siehe Spotten), die zur Markierung des Reviers dienen und bei der Balz eine große Rolle spielen. Vor allem die Männchen singen; bei wenigen Arten wie Gimpel und Zaunkönig auch die Weibchen. Insbesondere tropische Singvögel stärken vermutlich mit Duetten die Paarbindung. Der Anteil angeborener oder erlernter Motive schwankt von Art zu Art; einige Arten sind sehr aufnahmefähig (z. B. Kanarienvögel) bzw. behalten Strophen lange im Gedächtnis (Amseln). Die Gruppe der Singvögel hat im Lauf ihrer Evolution eine ausgeprägte adaptive Radiation erfahren, also eine Anpassung an die unterschiedlichsten ökologischen Nischen. Dies ist besonders gut an den vielen verschiedenen Schnabelformen und der damit verbundenen Art des Nestbaus und der Nahrungsaufnahme zu erkennen: Es gibt typische Insektenfresser mit langen, spitzen, oft gekrümmten Schnäbeln (z. B. Baumläufer), Körnerfresser mit massiven Beißschnäbeln (Finken) und viele Allesfresser (Krähen), die ihre bevorzugte Nahrung je nach Jahreszeit ändern. Berühmt sind in diesem Zusammenhang die Darwinfinken, die auf den Galápagos-Inseln beheimatet sind. Systematische Einordnung: Singvögel bilden die Unterordnung Passeres (früher Oscines) der Ordnung Passeriformes.
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