Auswahl der Encarta-Redaktion
Gute Bücher zum Thema "Atlantischer Ozean", ausgewählt von den Encarta-Redakteuren. Verwandte Elemente
Suche in Encarta
In Encarta suchen nach Atlantischer Ozean |
Windows Live® Suchergebnisse
Windows Live® Suchergebnisse Atlantischer OzeanEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Einleitung; Ausdehnung und Größe; Geologie: Entstehung und Struktur; Inseln; Strömungen; Temperaturen; Meeresressourcen
Atlantischer Ozean, nach dem Pazifischen Ozean (Pazifik) zweitgrößter Ozean der Erde. Der Abschnitt nördlich des Äquators wird als Nordatlantik, der südlich des Äquators als Südatlantik bezeichnet. Der Name des Ozeans ist von Atlas abgeleitet, einem der Titanen aus der griechischen Mythologie.
Der Atlantische Ozean erstreckt sich vom Nordpolarmeer im Norden bis zur Antarktis im Süden und von der Ostküste des amerikanischen Kontinents bis zur Westküste Europas und Afrikas. Die Fläche beträgt etwa 82 Millionen Quadratkilometer. Zählt man die Randmeere Golf von Mexiko, Karibisches Meer (Karibik), Nordpolarmeer, Nordsee, Ostsee, Mittelmeer und Schwarzes Meer dazu, so ergibt sich eine Gesamtfläche von ungefähr 106 Millionen Quadratkilometern. Die Grenze zwischen Nordatlantik und Nordpolarmeer verläuft entlang einiger untermeerischer Bergketten, die sich zwischen den Landflächen der Baffin-Insel, Grönlands und Islands befinden. Deutlicher ist die Grenze zum Mittelmeer bei der Straße von Gibraltar und zum Karibischen Meer entlang des Bogens der Antillen. Die Grenze des Südatlantiks zum Indischen Ozean verläuft durch den 20. Grad östlicher Länge. An seiner Westseite trennt ihn eine Linie, die von Kap Hoorn zur antarktischen Halbinsel verläuft, vom Pazifischen Ozean.
Die Bildung des Beckens des Atlantischen Ozeans setzte im Jura, vor etwa 150 Millionen Jahren ein, als sich eine Spalte im Kontinent Gondwana auftat, die zur Trennung Südamerikas und Afrikas führte. Das Auseinanderdriften der beiden Kontinente setzt sich noch heute mit einer Geschwindigkeit von mehreren Zentimetern pro Jahr entlang des Mittelatlantischen Rückens fort. Der Mittelatlantische Rücken ist ein Bestandteil des Mittelozeanischen Rückensystems, das die Erde umschließt. Er verläuft von Nord nach Süd etwa in der Mitte zwischen den Kontinenten, annähernd parallel zu deren Küsten. Bei einer Breite von etwa 1 500 Kilometern hat er eine zerklüftete Oberfläche und wird häufig von Vulkanausbrüchen und Erdbeben erschüttert. Die Bergkette erhebt sich zwischen einem und drei Kilometer über den Meeresgrund. Untermeerische Bergketten und Erhebungen, die sich in West-Ost-Richtung zwischen den Kontinentalschelfen (küstennahe Meeresgebiete mit einer maximalen Wassertiefe von 200 Metern) und dem Mittelatlantischen Rücken erstrecken, teilen den östlichen und westlichen Meeresgrund in eine Reihe von Tiefseebecken ein. Westlich des Mittelatlantischen Rückens sind dies Nordamerikanisches, Brasilianisches sowie Argentinisches Becken. Auf der östlichen Seite sind es Westeuropäisches, Kanarisches und Kapverdisches Becken, Sierra-Leone-Becken, Guineabecken, Angolabecken, Kapbecken und Agulhasbecken. Die mittlere Tiefe des Atlantischen Ozeans beträgt 3 844 Meter bzw. 3 293 Meter (mit Nebenmeeren). Der größte Tiefe befindet sich mit 9 219 Metern im Puerto-Rico-Graben in der Milwaukee-Tiefe.
Die meisten größeren Inseln im Atlantischen Ozean liegen nahe dem Festland, wie Neufundland, die Britischen Inseln und die Falkland-Inseln. Inseln vulkanischen Ursprungs, wie viele der Antillen, sind im Atlantik weniger verbreitet wie im Pazifik. Madeira, die Kanarischen Inseln und Kap Verde sind Gipfel untermeerischer Bergketten. Die Azoren, Ascension und die Inselgruppe Tristan da Cunha sind über den Meeresspiegel ragende Gipfel des Bergsystems des Mittelatlantischen Rückens. Auch Island ist das Ergebnis von Vulkaneruptionen im Mittelatlantischen Rücken.
© 1993-2009 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
© 2009 Microsoft
![]() ![]() |