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IsraelEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Israel liegt im Übergangsbereich zwischen mediterranem Klima und Wüstenklima. Im Januar liegen die Durchschnittstemperaturen in Jerusalem bei 9 °C und in Tel Aviv bei 14 °C. Im Juli betragen die Werte 23 °C bzw. 27 °C. Die Niederschläge beschränken sich auf die Wintermonate. Die mittleren Jahresniederschläge liegen in Galiläa bei 1 000 Millimetern, in Tel Aviv bei 540 Millimetern und im Süden bei Elat am Roten Meer bei lediglich 25 Millimetern. Nur in den Hochlagen kann es im Winter schneien.
In Israel gibt es über 2 800 Pflanzenarten, von denen die meisten zu Gattungen gehören, die lange Dürrezeiten überstehen können. Die Flora des Landes wird geprägt durch die klimatischen und topographischen Bedingungen dreier Gebiete: Dies sind die Mittelmeerküste, die asiatische Steppe und die Wüstenregion auf der Arabischen Halbinsel. Mediterrane Vegetation gedeiht im Norden des Landes, im Bereich Beerscheba (nördlicher Teil der Wüste Negev) dominiert Buschvegetation. In den anderen Teilen des Negev und im südlichen Jordangraben ist die Vegetationsdichte sehr gering; die Flora im nördlichen Teil des Jordangrabens vereint europäische und afrikanische Elemente. Zu den wichtigsten Anbauprodukten zählen Zitrusfrüchte, Bananen, Baumwolle, Tabak, Trauben, Datteln, Feigen, Oliven, Pflaumen und Mandeln. Die Anzahl der Eichen und anderer Laubbäume ist in den letzten Jahren gestiegen. Über 200 Millionen Bäume sind seit 1948 gepflanzt worden, heute nehmen die aufgeforsteten Gebiete 8,1 Prozent der Landesfläche ein (2005). Es kommen 116 Säugetierarten und 180 Vogelarten vor. Durch Israel führen bedeutende Wanderwege für Zugvögel, die von Europa oder Asien nach Afrika fliegen. Diese Zugstrecken werden im Frühjahr und Herbst von vielen Millionen Vögeln genutzt. Einige bemerkenswerte Arten der Vogelwelt sind Kuhreiher, Küstenreiher, Löffler, Rosaflamingo, Bartgeier, Steppenadler, Wüstenfalke, Halsbandfrankolin (ein Feldhuhn), Kragentrappe, Steppenkiebitz, Rennvogel, Kaptäubchen, Streifenohreule, die Eisvogelarten Braunliest und Graufischer sowie mehrere Arten von Flughühnern. Zu den Großraubtieren zählen Leopard, Wolf, Goldschakal und Streifenhyäne, weitere interessante Raubtiere sind mehrere Arten von Schleichkatzen, Falbkatze (die Vorfahrin unserer Hauskatzen), Sandfuchs und Honigdachs. Die Paarhuferfauna ist u. a. durch Gazellen (Edmigazelle, Dorkasgazelle) repräsentiert. In Israel leben etwa 80 Reptilienarten, zu denen Schlangen, Eidechsen, Chamäleons und Meeresschildkröten gehören.
Die Einwohnerzahl beträgt etwa 6,50 Millionen (2008). Die Bevölkerungsdichte liegt bei 320 Einwohnern pro Quadratkilometer. Das mittlere Bevölkerungswachstum ist mit 1,13 Prozent im Jahr hoch (2008). Die Lebenserwartung beträgt in Israel 77,6 Jahre für Männer und 82 Jahre für Frauen (2008). Der Urbanisierungsgrad ist sehr hoch; 92 Prozent der Bevölkerung leben in Städten (2005). Etwa 82 Prozent der Bevölkerung sind jüdischer Abstammung, 17 Prozent sind Palästinenser mit israelischer Staatsangehörigkeit. Die kulturelle und ethnische Vielfalt ist groß. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung ist in Israel geboren (sie werden Sabras genannt), aber ihre Vorfahren stammen aus mehr als 100 verschiedenen Ländern und sprechen insgesamt etwa 85 verschiedene Sprachen oder Dialekte. Die größten Gruppen sind die Aschkenasim, deren Vorfahren aus den mitteleuropäischen Ländern nach Israel eingewandert sind, und die Sephardim, deren Vorfahren von der Iberischen Halbinsel und aus Nordafrika nach Israel kamen. Andere Volksgruppen stammen aus dem Mittleren Osten oder aus Osteuropa. Letztere wanderten vor allem nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und dem Zerfall des Ostblocks nach Israel aus.
Größte Stadt des Landes ist Jerusalem (702 000 Einwohner einschließlich der Altstadt). Weitere wichtige Städte sind das Industriezentrum Tel Aviv-Jaffa (369 000), Haifa (269 000), Holon (166 000) und Ramat Gan (127 000).
Die Amtssprachen sind Hebräisch und Arabisch. Das Hebräische ist am weitesten verbreitet. Die palästinensische Minderheit spricht Arabisch, das ab der fünften Klasse, ebenso wie das Englische, in der Schule unterrichtet wird. Viele Bewohner des Landes sprechen zudem Englisch, Jiddisch, Russisch oder eine andere europäische Sprache. Englisch ist die Handelssprache und wird von den meisten Israelis beherrscht. Nahezu alle Bewohner des Landes sind zweisprachig, da ihre Eltern nach der Staatsgründung im Jahr 1948 nach Israel kamen. Für die Einwanderer gibt es heutzutage staatlich geförderte Hebräisch-Kurse, den so genannten Ulpanim-Unterricht.
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