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Israel

Enzyklopädieartikel
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Israel (Flagge und Hymne)Israel (Flagge und Hymne)
Artikelgliederung
3.3

Religion

Die Angelegenheiten der drei wichtigsten Religionen im Land, Judentum, Islam und Christentum, werden von einem Ministerium für religiöse Angelegenheiten und jeweils zugehörigen Räten in den verschiedenen Religionen koordiniert. 81 Prozent der Bevölkerung bekennen sich zum Judentum. Die Muslime haben unter der nichtjüdischen Bevölkerung den größten Anteil (14,4 Prozent der Gesamtbevölkerung); andere Minderheiten sind Christen (2,9 Prozent) und Drusen (1,7 Prozent).

3.3. 1

Feiertage

Die jüdischen Feiertage und der Sabbat sind im ganzen Land gesetzlich vorgeschrieben. Der jüdische Kalender basiert auf dem Mondkalender; die Daten der Feiertage weichen deshalb von denen des westlichen Sonnenkalenders ab. Der Monat Tischri – im September bzw. Oktober – beginnt mit dem jüdischen Neujahrsfest, Rosch Haschana. Der wichtigste jüdische Feiertag, der Versöhnungstag Jom Kippur, findet am 10. Tischri statt. Das Laubhüttenfest (Sukkot) beginnt am 15. Tischri, dauert eine ganze Woche und endet mit dem Simhat Thora. Dieser Feiertag markiert den Beginn des einjährigen Zyklus der Thoralesungen. Das Tempelweih- oder Lichterfest Chanukka wird im späten November oder Dezember gefeiert. Passah oder Pessach findet sechs Monate (nach dem Mondkalender) und zwei Wochen nach Rosch Haschana statt. Andere wichtige Fest- und Feiertage sind der Unabhängigkeitstag 21 Tage und Schawuot 50 Tage nach dem Passahfest. Die Zeitrechnung, auf den Tag bezogen, beginnt nach jüdischer Auffassung bei Sonnenuntergang. Deshalb beginnt der jüdische Sabbat bereits freitags bei Sonnenuntergang und endet samstags zur gleichen Zeit.

3.4

Soziales

Die allgemeine Verwaltungs- und Koordinationsbehörde für das Gesundheitswesen ist das Gesundheitsministerium. Krankenversicherungen werden überwiegend privat oder über den Arbeitgeber abgeschlossen. Die größte Versicherung, der zwei Drittel der Bevölkerung angehören, wird von der Histadrut, der israelischen Arbeitergewerkschaft, betrieben. Vom Staat werden Krankenversicherung, Pensionen, Mutterschaftszuwendungen und Hilfen für minderjährige Kinder bezuschusst. Die Kindersterblichkeitsrate liegt bei 7 Sterbefällen pro 1 000 Lebendgeburten.

4

Bildung und Kultur

Die meisten Schriftsteller, die auch in andere Sprachen übersetzt und in anderen Ländern gelesen werden, haben das moderne Israel und seine politische Entwicklung zum Thema, sind aber zugleich auch den jüdischen Traditionen verbunden (siehe hebräische Literatur und hebräisches Theater). Zu den bekanntesten Autoren gehören Max Brod, der Förderer Franz Kafkas, Schmuel Josef Agnon, der 1966 den Nobelpreis für Literatur erhielt, Ephraim Kishon und Amos Oz. In den letzten Jahren hat sich gerade aufgrund der unterschiedlichen kulturellen Traditionen der verschiedenen Volksgruppen eine vielfältige israelische Kunst- und Theaterszene (insbesondere in Tel Aviv) entwickelt. Tel Aviv verkörpert im Gegensatz zum mehr orthodoxen Jerusalem das moderne, westlich orientierte Israel.

4.1

Kunst und Musik

In neuerer Zeit haben israelische Künstler wie Yaakov Agam und Dani Karavan auf sich aufmerksam gemacht. Zur Kunst und Architektur Israels siehe jüdische Kunst und Architektur.

Das bekannteste Orchester des Landes sind die Israelischen Philharmoniker, das Stardirigenten aus aller Welt leiteten. Die populäre Musik wird vor allem vom internationalen Musikmarkt beherrscht; die israelische Rock- und Popmusik wird dagegen zwar nur im eigenen Land gehört, hat aber inzwischen internationalen Standard erreicht. In der traditionellen Volksmusik ist der orientalisch-jüdische Einfluss stark zu spüren, ebenso in den Tänzen (siehe jüdische Musik). Bedeutende israelische Musiker sind Daniel Barenboim, Itzhak Perlman und Pinchas Zukerman.

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