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IsraelEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
In Israel gibt es über 130 Museen; die bekanntesten sind das Tel-Aviv-Museum und das Israel-Museum in Jerusalem, das bedeutende Exponate jüdischer Volkskunst und moderner Bildhauerei beherbergt. Der Schrein des Buches, ein Teil des Israel-Museums, zeigt die Qumran-Rollen. Unter den mehr als 500 öffentlichen Bibliotheken im Land zählt die jüdische National- und Universitätsbibliothek auf dem Campus der Hebräischen Universität Jerusalem mit ihren 3,5 Millionen Bänden zu den wichtigsten. Der Universität von Tel Aviv ist die Wiener Library angegliedert, eine Forschungsbibliothek, die zeitgeschichtliche Publikationen zum Holocaust sowie zur Judaistik, zum Antisemitismus und zum Faschismus sammelt.
Die israelische Rundfunkanstalt ist für inländische und internationale Radiosender und für das inländische Fernsehen verantwortlich. Es gibt ein staatliches Netzwerk für Fernunterricht. Post, Telefon und Telegraphenamt sind ebenfalls staatlich. In Israel erscheinen 34 Tageszeitungen (1996). Zu den einflussreichsten zählen Ha’aretz, Davar, Ma’ariv, Yedioth Aharonot und die Jerusalem Post. Daneben gibt es viele Wochenzeitungen und Magazine. Die meisten Zeitungen erscheinen in Tel Aviv.
Es besteht eine elfjährige Schulpflicht; der Schulbesuch ist kostenlos. Neben dem gut ausgebauten staatlichen Schulsystem gibt es auch konfessionelle Schulen. Die akademische Ausbildung wird durch ein Gesetz von 1958 geregelt, mit dem ein Rat zur Kontrolle der Universitäten und anderer Hochschulen eingesetzt wurde. Zu den wichtigsten Hochschulen zählen die Hebräische Universität von Jerusalem (1918), das Institut für Technologie (1912) in Haifa und die Universität Haifa (1968), die Bar-Ilan Universität (1953) in Ramat Gan, die Universität Tel Aviv (1953), die Ben-Gurion-Universität des Negev (1965) in Beerscheba und das Weizmann-Institut (1949) in Rehovot. In Israel sind etwa 100 000 Studenten eingeschrieben. Die Studenten der weiterführenden Schulen erhalten staatliche und regionale Fördermittel, die bis zu 100 Prozent der Ausbildungskosten betragen können, je nach Einkommen der Eltern.
Israel ist eine parlamentarische Republik. Es gibt keine schriftliche Verfassung, aber Gesetze, die künftig Bestandteil einer Verfassung werden sollen.
Staatsoberhaupt ist der Präsident. Er wird vom Parlament für eine Amtszeit von fünf Jahren gewählt; einmalige Wiederwahl ist möglich. Der Präsident hat überwiegend repräsentative Funktion. Die eigentliche exekutive Gewalt liegt in den Händen des Kabinetts mit dem Ministerpräsidenten an der Spitze. Das Kabinett bleibt so lange im Amt, wie es das Vertrauen des Parlaments besitzt. Von 1996 bis 2001 wurde der Ministerpräsident direkt vom Volk gewählt; seither wird er wieder, wie vor 1996, von der Knesset gewählt.
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