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Windows Live® Suchergebnisse ZebrasEnzyklopädieartikel
Zebras, in Afrika beheimatete, kontrastreich gestreifte Arten aus der Familie der Pferde, die in ihrem Verhalten und Aussehen Eseln ähneln. Wie diese haben Zebras eine kurze, aufrecht stehende Mähne, große Ohren und einen buschigen Schwanz mit Quaste. Die Streifenzeichnung, die Zebras von anderen Arten der Familie unterscheidet, gilt heute als Tarnfärbung gegen Tsetsefliegen: Für die Komplexaugen dieser Insekten, welche die Naganaseuche übertragen, löst das Streifenmuster vermutlich die Körperumrisse der Zebras auf. Zebras bilden oft mit anderen Arten wie Gnus, Giraffen oder Straußen gemeinsame Herden. Sie ernähren sich vorwiegend von Gräsern, Bergzebras auch von Blättern und Rinde. Zebras unternehmen weite Wanderungen, um neue Nahrungsgründe oder Wasserstellen zu erschließen. Zebrastuten bringen nach einer Tragzeit von etwa einem Jahr ein einzelnes Fohlen zur Welt. Natürliche Nahrungsfeinde der Zebras sind Löwen und Hyänen. Der Mensch dezimiert die Bestände der Zebras durch die Zerstörung ihrer Lebensräume und direkte Verfolgung; Zebras können als Arbeitstiere abgerichtet werden. Zebras werden in drei Arten und mehrere Unterarten eingeteilt, die sich in ihrer Streifenzeichnung unterscheiden. Die kleinste Art ist das Bergzebra mit einer Widerristhöhe von 1,2 Metern. Es hat einen kräftigen, muskulösen Körper, der silberweiß gefärbt ist und, bis auf den Bauch und die Innenseiten der Schenkel, schwarze Streifen und Flecken trägt. Die Kopfzeichnung ist braun, die Schnauze kastanienbraun bis hellbraun gefärbt. Bergzebras leben in kleinen Herden und bewohnen Bergregionen Südafrikas. Durch intensive Bejagung wurde diese einst weit verbreitete Art in ihrem Bestand stark dezimiert. Heute leben nur noch Restbestände. Insgesamt am häufigsten ist das Steppenzebra – zwei seiner Unterarten sind allerdings ausgestorben. Steppenzebras leben in großen Herden in den mittleren und östlichen Ebenen Afrikas. Ihr Fell ist hellgelb gefärbt und hat breite, schwarze Streifen, die sich mit helleren Flecken, so genannten Schattenstreifen, abwechseln. Das Zeichnungsmuster weist eine hohe geographische und individuelle Variabilität auf. Bei einigen Individuen ziehen sich die Streifen bis hinunter zu den Hufen, bei anderen sind die Fesseln weiß. Eine Unterart, das Quagga, wurde während des 19. Jahrhunderts ausgerottet. Es war dunkler als das Bergzebra und nur an Kopf, Hals und Schultern gestreift. Genanalysen bestätigten, dass das Quagga in der Tat keine eigene Spezies, sondern eine Unterart des Steppenzebras war (das Erbmaterial war Fleischresten an einem konservierten Quaggafell entnommen worden). Die größte Art ist das Grevyzebra, das nach dem früheren französischen Präsidenten Jules Grévy benannt wurde. Es erreicht eine Widerristhöhe von 1,5 Metern und hat deutlich schmalere Streifen. Obwohl diese Art früher individuenreich und weit verbreitet war, kommt sie heute nur noch in den Trockensavannen Ostafrikas vor und ist vom Aussterben bedroht. Systematische Einordnung: Zebras gehören zur Familie Equidae. Die wissenschaftliche Bezeichnung des Bergzebras lautet Equus zebra, die des Steppenzebras Equus quagga und die des Grevyzebras Equus grevyi. Das Quagga heißt mit systematischem Namen Equus quagga quagga.
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