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  • Haushuhn – Wikipedia

    Dieser Artikel erläutert das Haushuhn; zu anderen Bedeutungen des Wortes Huhn siehe Huhn (Begriffsklärung).

  • Das Haushuhn

    Oft sieht man auf dem Land noch freilaufende Hühner mit einem Hahn. An liebsten scharren die Hühner in einem geräumigen Auslauf nach Körner, Insekten und Würmern.

  • Haushuhn - Medienwerkstatt-Wissen © 2006-2008 Medienwerkstatt

    Haushuhn: Die ursprüngliche Heimat aller heute vorkommenden Haushühner ist Indien und Südostchina. Sie stammen von einer einzigen Wildhuhnart ab, dem Bankivahuhn, das noch heute ...

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Haushuhn

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HaushühnerHaushühner
Artikelgliederung
1

Einleitung

Haushuhn, von asiatischen Kammhühnern abstammender domestizierter Hühnervogel, mit rund 200 Zuchtrassen die wichtigste Geflügelart und für den Menschen hinsichtlich der Versorgung mit Fleisch und Eiern eine bedeutende Nahrungsquelle.

2

Körpermerkmale

Haushühner zeigen in Größe, Farbe und Körpergestalt eine große Vielfalt. Das Gewichtsspektrum beginnt bei ein Pfund schweren Zwerghühnern wie dem Bantam und endet bei ungefähr fünf Kilogramm wiegenden Vögeln wie dem Brahma; Hähne sind generell schwerer als Hennen. Die Gefiederfärbung der Haushühner reicht von Weiß über Grau, Gelb, Blau, Rot und Braun bis Schwarz. Hähne haben lange, gebogene Schwanzfedern; außerdem besitzen sie einen Sporn oberhalb der Hinterzehe, den sie als Waffe einsetzen. Die Altvögel beider Geschlechter zeichnen sich durch Kehllappen und eine nackte, fleischige Haube aus, die Kamm genannt wird; dieser ist beim Hahn größer als bei der Henne. Je nach Rasse sind die Kämme unterschiedlich geformt; der typische Kamm ist einfach gezackt und steht entweder aufrecht oder hängt herab. Haushühner haben kurze Flügel und zumeist einen relativ schweren Körper; im Gegensatz zu Wildhühnern sind Haushühner der meisten Rassen deshalb nicht in der Lage zu fliegen und flattern höchstens kurze Strecken. Hühner besitzen einen großen Kropf und einen sehr muskulösen Magen (Muskelmagen).

3

Verhalten

Hühnervögel sind vorwiegend an das Leben am Boden angepasst. Dies wird z. B. bei frei laufend gehaltenen Hühnern deutlich: Sie suchen mit den Füßen scharrend Futter. Hühner ernähren sich im Freiland hauptsächlich von Würmern, Insekten, Körnern und Pflanzenteilen; gefüttert werden sie u. a. mit Weizen, geschrotetem Mais und Küchenabfällen. Verschluckte Steine (Gastrolithen) unterstützen das Zermalmen der Nahrung. In ihrem Verhalten sind Hühner streng diurnal (tagaktiv), sehr gesellig und polygam (ein Hahn paart sich mit mehreren Hennen). Hühner bilden eine auch als Hackordnung bezeichnete Rangordnung, die (allerdings nicht unabänderlich) festlegt, welches Huhn gegenüber welchem anderen Vorrang bei der Wahl eines Futter- oder Sitzplatzes hat. Der bekannte Ruf des Hahnes entspricht dem Gesang anderer Vögel und dient der Revierabgrenzung.

Haushühner legen je nach Rasse bis zu 300 Eier pro Jahr; sie setzen das Legen permanent fort, weil die Eier täglich entnommen werden, die Henne aber dennoch versucht, ein Gelege mit etwa einem halben Dutzend Eiern zu erzeugen. Wenn man einer Henne die frisch gelegten Eier nicht wegnimmt, wird sie, sofern ihr dieses Verhalten nicht durch die Züchtung verloren ging, regelmäßig brütig: Sie legt dann keine weiteren Eier und sitzt auf ihrem Gelege. Hat sich die Henne zuvor mit einem Hahn gepaart und sind die Eier befruchtet, schlüpfen nach ungefähr drei Wochen die Küken; sie sind Nestflüchter, die bereits mit Daunen bedeckt sind und sofort herumlaufen. Neu geschlüpfte Küken brauchen in den ersten Tagen nicht unbedingt zu fressen, weil die Reste des Eidotters kurz vor dem Schlüpfen durch den Nabel als Nährstoffvorrat in die Bauchhöhle eingezogen werden.

4

Abstammung

Die ursprüngliche Heimat der Haushühner ist das südliche Asien. Bereits der britische Naturforscher Charles Darwin nahm an, Haushühner seien Abkömmlinge einer einzigen Wildart, des Bankivahuhnes, das in Indien und Südostasien bis zu den Philippinen verbreitet ist. Erst 2008 wurde anhand genetischer Untersuchungen entdeckt, dass eine weitere Wildhuhnart, das nahe verwandte indische Sonnerathuhn, ebenfalls zu den Vorfahren des Haushuhnes gehört. Das Haushuhn ist damit eine Hybride, eine Mischform aus zwei Arten.

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