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Konzentrationslager Dachau

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Mahnmal für die Toten des Konzentrationslagers DachauMahnmal für die Toten des Konzentrationslagers Dachau

Konzentrationslager Dachau, eines der ersten nationalsozialistischen Konzentrationslager, am Ortsrand der gleichnamigen Kleinstadt, etwa 15 Kilometer nordwestlich von München gelegen. Organisatorisch gehörten 125 Außenlager zum Konzentrationslager Dachau. Lagerkommandant war Theodor Eicke, dessen hier entwickeltes Organisationskonzept zum Muster für die Errichtung weiterer Konzentrationslager wurde. Er betrieb in Dachau auch eine Ausbildungsstätte für SS-Männer, denen hier die in den Konzentrationslagern praktizierten Unterdrückungsmethoden beigebracht wurden. Ab dem 22. März 1933 waren zunächst vor allem politische Häftlinge in Dachau interniert, hinzu kamen Sinti und Roma, Homosexuelle, Geistliche, Zeugen Jehovas und auch Personen, die bereits eine reguläre Freiheitsstrafe abgesessen hatten. Besonders hart behandelt wurden die Juden, die ab 1938 zunehmend in Dachau interniert wurden.

Die Häftlinge waren zu Zwangsarbeit für die Lagerverwaltung und für Privatunternehmen verpflichtet. Außerdem missbrauchte man Gefangene für medizinische Experimente; so wurden Häftlinge z. B. systematisch unterkühlt oder bewusst mit Malaria infiziert. Eine in Dachau errichtete Gaskammer wurde nie in Betrieb genommen; 3 016 als arbeitsunfähig deklarierte Gefangene aus Dachau wurden in der psychiatrischen Anstalt Hartheim bei Linz vergast. Insgesamt durchliefen etwa 206 000 registrierte Häftlinge das Lager; etwa 32 000 starben hier. Am 29. April 1945 wurden die etwa 30 000 Überlebenden im Konzentrationslager Dachau von den amerikanischen Streitkräften befreit. Auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers befindet sich heute eine Gedenkstätte.

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