Windows Live® Suchergebnisse
Windows Live® Suchergebnisse Friesische LiteraturEnzyklopädieartikel
Friesische Literatur, Literatur in friesischer Sprache der niederländischen Provinz Friesland und der Friesischen Inseln. Die ältesten erhaltenen Werke sind Gesetzestexte, germanische Sagas und Gedichte. Abgesehen von einigen urfriesischen Runeninschriften aus dem 6.bis 9. Jahrhundert und Bruchstücken der Psalmen aus dem 11. bzw. 12. Jahrhundert haben sich Dokumente in friesischer Sprache erst ab dem 13. Jahrhundert überliefert. Die friesische Literatur, wie wir sie heute kennen, nahm im 17. Jahrhundert mit den Werken des Barockdichters Gysbert Japicx ihren Anfang, dessen Friesche Rymlerye (1668) die Sprache vor dem Aussterben bewahrte. Ein weiteres wichtiges Werk aus dieser Zeit trägt den Titel Wouter en Tialle (1609). Zwischen dem 18. und 19. Jahrhundert gab es nur wenige literarische Werke in friesischer Sprache. Mit den nationalpolitischen Strömungen im Zuge der Romantik erlebte die friesische Literatur eine Blütezeit. Die Gebrüder Halbertsma riefen die Bewegung der neufriesischen Literatur ins Leben (De Fryske Beweging): Ihre Sammlung Rimen en Teltsjes (1871, Gedichte und Geschichten) wirkte auf die Herausbildung einer anspruchsvollen Volksdichtung im späten 19. Jahrhundert. 1915 entwickelte sich auf Initiative Douwe Kalmas die Jungfriesische Bewegung. Kalma wandte sich gegen die Vorrangstellung der volkstümlichen Literatur und ermutigte junge Autoren zum Bruch mit der literarischen Tradition. In den Werken der Zeit nach 1945 ist die Tendenz zu sozial- und gesellschaftskritischen Themen und die Verwendung experimenteller Formen zu bemerkenswert. Zu den führenden Nachkriegsautoren gehören Trinus Riemersma und Anne Sijbe Wadman.
© 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
© 2008 Microsoft
![]() ![]() |