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Windows Live® Suchergebnisse SamariaEnzyklopädieartikel
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Samaria, Name einer antiken Stadt, heute eine Landschaft (As-Samariah) im Westjordanland, die etwa 40 Kilometer nordwestlich von Jerusalem liegt. Der antike Ort wurde später in Sebaste (griechisches Wort für Augustus; arabisch Sebastija) umbenannt und lag ungefähr zehn Kilometer nordwestlich von Nablus.
Nach Salomos Tod (922 v. Chr.) wurde das Königreich Israel in ein Nordreich (Königreich Israel) und ein Südreich (Königreich Juda) geteilt. Von 882 bis 871 regierte König Omri das Nordreich. Er gründete die Stadt Samaria, die schließlich von seinem Sohn Ahab (Regierungszeit 871-852 v. Chr.) zur Hauptstadt ausgebaut wurde (A. T. 1. Könige 16, 21-34). Ahab ließ einen Baalstempel und einem Bibeleintrag zufolge auch einen Elfenbeinpalast errichten (1. Könige 22, 39). König Ahab und seine Frau Isebel sowie ein Großteil der Stadtbevölkerung huldigten dem Baalskult und standen damit im Gegensatz zum Propheten Elia. Dem biblischen Bericht zufolge kam es unter der Führung Elias zu einem Aufstand gegen den Baalsglauben. In diesem Zuge wurde die Ausrottung des Baalskultes in Samaria eingeleitet, wobei nach verschiedenen Quellen Elia einen Militär namens Jehu für seine Zwecke gewinnen konnte. Es war Jehu, der die Familie Ahabs umbringen ließ – der König selbst war zuvor im Kampf gegen Assur gefallen. Nach der Herrschaft Jehus (818 v. Chr.) regierten sein Sohn Ahasja und nachfolgend sein Enkel Joas (802-787 v. Chr.) das Reich. Unter Jerobeam II. (Regierungszeit 787-746 v. Chr.) erlebte Samaria eine Blütezeit. Nach einer mehrjährigen Belagerung eroberten schließlich 722 v. Chr. die Assyrer die Stadt (2. Könige 17, 1-6 und 24) und machten sie zum Hauptverwaltungssitz ihrer Provinz Samerina. Einen Großteil der israelitischen Stadtbevölkerung ließen die neuen Machthaber deportieren und ersetzten ihn durch Zwangsumsiedler aus den arabischen und babylonischen Gebieten. In Samaria wurde eine Religion praktiziert, die den so genannten samaritischen Pentateuch zur Grundlage hatte. Dieser ging auf Gesetze zurück, die vermutlich aus einem früheren Text der ersten fünf Bücher der Bibel stammten. Die Anhänger dieser Richtung waren die Samaritaner (Mischbevölkerung aus Zwangsumsiedlern und ehemaligen Stadtbewohnern), die allerdings von anderen Gemeinden verachtet wurden. Die Spannungen zwischen Samaritanern (im Lukasevangelium Samariter) und Juden kommen u. a. auch im Gleichnis vom barmherzigen Samariter (N. T., Lukas 10, 30-37) und in dem Gespräch zwischen Jesus und der Frau aus Samaria (Johannes 4, 5-42) zum Ausdruck. Die heute noch bestehende Religionsgemeinschaft der Samariter lebt in der Gegend um ihre antike Tempelstätte am Berg Gerizim in der Nähe von Nablus. Eine hellenistische Phase erlebte Samaria im 4. Jahrhundert v. Chr. durch Alexander dem Großen, der auf dem Vormarsch nach Ägypten war. Schließlich zerstörte der Makkabäer Johannes Hyrkanos I. 107 v. Chr. Samaria. Nur kurz nach dem erfolgreichen Feldzug gegen Syrien griff Pompeius der Große in den Bruderkrieg der Hasmonäer (siehe Makkabäer) ein, belagerte 63 v. Chr. Jerusalem und annektierte schließlich den größten Teil Palästinas. In diesem Zuge wurde Samaria in die römische Provinz Syrien eingegliedert. Gabinius, der Statthalter von Syrien (57-54 v. Chr.), ließ die Stadt im griechischen Stil wieder aufbauen. Unter der Leitung von Herodes I. wurden die Bauten erweitert (37 bis 34 v. Chr.) und die Stadt zu Ehren Augustus’ in Sebaste, den griechischen Namen für Augustus, umbenannt. Aus dieser Zeit stammen z. B. verschiedene Tempelanlagen und ein Stadion. 66 n. Chr. wurde Samaria im Zuge des ersten jüdischen Aufstandes gegen Rom stark beschädigt. Die Zerstörungen wurden jedoch in nur kurzer Zeit wieder aufgebaut. Die Bedeutung der Stadt nahm in der Folgezeit zunehmend ab. Während der Kreuzzüge war Samaria zeitweilig Bischofssitz.
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