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Propan

Enzyklopädieartikel

Propan, zur Alkanreihe (siehe Kohlenwasserstoffe) zählendes farbloses, geruchloses Gas der Formel C3H8. Propan ist Bestandteil von Roherdöl und Erdgas und fällt als Nebenprodukt bei der Erdölraffination an. Bei Raumtemperatur ist dieser gesättigte Kohlenwasserstoff nicht besonders reaktionsfreudig. Allerdings reagiert Propan bei Raumtemperatur mit Chlor, wenn man ein Gemisch aus beiden Gasen dem Licht aussetzt. Bei höheren Temperaturen verbrennt der Kohlenwasserstoff mit Luft zu Kohlendioxid und Wasser. Aus diesem Grund verwendet man Propan für Brenn- und Heizzwecke. Allgemein wird Propan als Flüssiggas, als Motorkraftstoff, als Kühlmittel und als Treibgas genutzt. Bei tiefen Temperaturen kommt es als Lösungsmittel zum Einsatz. Außerdem dient das Alkan großtechnisch als Ausgangsstoff für die Propen- und Ethylenherstellung. Siehe auch Polyethylen; Siehe auch Polypropylene.

Reines Propan schmilzt bei -189,9 °C und siedet bei -42,1 °C. Es bildet bei tiefen Temperaturen mit Feuchtigkeit (Wasser) ein so genanntes Gashydrat, das beispielsweise – einmal entstanden – Erdgaspipelines verstopfen kann. Propan löst sich nur zu geringen Anteilen in Wasser. Im Gegensatz dazu ist die Löslichkeit in organischen Lösungsmitteln (z. B. Diethylether) gut bis sehr gut. Siehe auch Kühlung

Allgemein nehmen bei den Alkanen die Schmelztemperaturen mit Zunahme der Kohlenstoffatome zu. Propan fällt hierbei aus dem Rahmen: Es besitzt den niedrigsten Schmelzpunkt aller Alkane. Hintergrund für dieses Verhalten ist die Kristallstruktur von festem Propan.

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