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Türkei

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Türkei (Flagge und Hymne)Türkei (Flagge und Hymne)
Artikelgliederung
3.3

Religion

Seit 1928 ist der Islam nicht mehr die offizielle Staatsreligion der Türkei. Trotzdem bekennen sich 99 Prozent der Bevölkerung zum Islam; sie sind in der Mehrzahl Sunniten, daneben gibt es auch eine starke alewitische Glaubensgemeinschaft. Rund 0,1 Prozent der Einwohner gehören dem Christentum an. Die jüdische Gemeinde umfasst etwa 20 000 Mitglieder.

3.3. 1

Feiertage

Die islamischen Feiertage richten sich nach dem Mondkalender und liegen von Jahr zu Jahr unterschiedlich. Zu ihnen gehört das drei Tage dauernde Ramazan Bayramı am Ende des Fastenmonats Ramazan (Ramadan). Das vier Tage dauernde islamische Fest Kurban Bayramı („Opferfest”) ehrt die Bereitschaft Abrahams, auf Befehl Allahs seinen einzigen Sohn Isaac zu opfern. Zu dieser Zeit findet auch die Wallfahrt nach Mekka statt. Die weltlichen Feiertage der Türkei orientieren sich am gregorianischen Kalender. Zu ihnen gehören der Neujahrstag (1. Januar), der Tag der Nationalen Souveränität (23. April, gleichzeitig Tag des Kindes), der Atatürk-Gedenktag und Tag der Jugend (19. Mai), der Tag des Sieges (30. August) und der Tag der Republik (29. Oktober). In manchen Gebieten ist auch der Tag vor dem Tag der Republik ein Feiertag. Der Tag der Nationalen Souveränität erinnert an die Eröffnung der Großen Nationalversammlung (Bezeichnung des Parlaments) am 23. April 1923.

3.4

Soziales

Die medizinische Versorgung der sozial schwächeren Bevölkerungsteile wird in der Türkei staatlich finanziert. In ländlichen Gegenden sind medizinische Einrichtungen und medizinisch ausgebildete Fachkräfte knapp. Insgesamt gesehen liegt die Versorgung mit Fachpersonal und Medikamenten weit unter dem europäischen Durchschnitt: 2006 kamen auf einen Arzt 641 Einwohner. Die Arbeitslosenquote beträgt 10,3 Prozent (2005).

4

Bildung und Kultur

Das von Atatürk eingeführte und von seinen Nachfolgern ausgebaute moderne Schulsystem ist an europäischen Vorbildern orientiert.

4.1

Bildung und Schulwesen

In der Zeit der Gründung der Republik waren über 90 Prozent der Bevölkerung Analphabeten. Atatürk leitete ein umfassendes Bildungsprogramm ein, und in der ersten Verfassung wurde eine allgemeine Schulpflicht für die Grundschule und der gebührenfreie Besuch aller staatlichen Schulen verankert. Es besteht allgemeine Schulpflicht für die Dauer von 9 Jahren (2002–2003). Durch die systematische Förderung des Bildungswesens konnte der Alphabetisierungsgrad auf 87,6 Prozent angehoben werden (2005). In einigen ländlichen Gebieten ist die Ausstattung mit Bildungseinrichtungen noch gering.

Der Zugang zu den Universitäten der Türkei ist einem strengen Auswahlverfahren unterworfen. Zu den wichtigsten Hochschuleinrichtungen gehören die Universität Istanbul (1453 gegründet), die Universität der Ägäis (1955) in Izmir, die Universität Ankara (1946) und die Technische Universität des Nahen Ostens (1956) in Ankara.

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