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TürkeiEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Führende Erzeugnisse der verarbeitenden Industrie sind Nahrungsmittel, Textilien, Eisen und Stahl, Erdöl, chemische Produkte, Fahrzeuge, Papier und Zigaretten. Die bedeutendsten Industriestandorte sind Istanbul, Ankara, Izmir und Bursa.
Die staatliche Eisenbahn der türkischen Republik verfügt über ein Schienennetz mit einer Länge von 8 697 Kilometern (2005). Das Straßennetz umfasst 426 906 Kilometer (2004). Die führenden Häfen der Türkei sind Istanbul und Izmir; weitere wichtige Hafenstädte sind Trabzon, Giresun, Samsun sowie Zonguldak am Schwarzen Meer und Iskenderun und Mersin im Süden. Die nationale Fluggesellschaft Turkish Airlines bietet Inlands- und Auslandsflüge an. Internationale Flughäfen befinden sich in Istanbul, Ankara, Adana, Antalya und Izmir.
Währungseinheit der Türkei ist die Türkische Lira, bestehend aus 100 Kuruş. Die Zentralbank der Republik Türkei (1930 gegründet) ist die Notenbank des Landes. Daneben gibt es eine Reihe von Staatsbanken wie die Landwirtschaftsbank der Republik Türkei (1863 gegründet), die die wirtschaftliche Entwicklung des Landes unterstützen, sowie mehrere Geschäftsbanken. Die bedeutendste Börse der Türkei ist in Istanbul.
Die jährlichen Importkosten der Türkei sind im Allgemeinen höher als die Exporterlöse, die Handelsbilanz ist dementsprechend negativ. Importiert werden vorwiegend Erdöl, Maschinen, chemische und pharmazeutische Produkte, Düngemittel, Eisen und Stahl sowie Fahrzeuge. Hauptexportgüter sind Textilien, Obst und Gemüse, chemische Erzeugnisse, Metalle, Tabak und Weizen. Der Tourismus ist für die Türkei eine wichtige Devisenquelle. Die Haupthandelspartner des Landes sind Deutschland, Italien, Frankreich, Großbritannien, Saudi-Arabien, Russland und die USA. Im März 1995 stimmte die Europäische Union (EU) der Aufnahme der Türkei in die Zollunion zu (seit dem 1. Januar 1996 in Kraft getreten). Allerdings ist bis jetzt dem Wunsch der Türkei, vollständig in die EU aufgenommen zu werden, nicht entsprochen worden. Ursache hierfür sind Differenzen zwischen der EU und der Türkei (z. B. Spannungen zwischen Türkei und Griechenland, Kurdenpolitik der Türkei, Einhaltung der Menschenrechte).
26,17 Prozent des Gesamtenergiebedarfs erzeugen Wasserkraftwerke (2003). Eine große Wasserkraftanlage befindet sich am Euphrat in der Nähe von Elâzığ. Rund 40 Prozent des Energiebedarfs erzeugen Wärmekraftwerke. Hier ist als zweiter großer Energieträger Erdöl zu nennen. Im April 1995 unterzeichneten Aserbaidschan und die Türkei ein Abkommen, das den türkischen Anteil in einem Projekt zur Erschließung der aserbaidschanischen Ölfelder auf 6,75 Prozent erhöhte. Schätzungen zufolge enthalten diese Ölfelder im Kaspischen Meer 3,8 Millionen Barrel Rohöl, das über eine Pipeline zu einem türkischen Mittelmeerhafen transportiert werden soll.
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