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Windows Live® Suchergebnisse ElefantenEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Einleitung; Afrikanische und Asiatische Elefanten; Besonderheiten im Körperbau; Verhalten und Nahrung; Fortpflanzung und Lebenserwartung; Elefanten als Nutztiere; Bestandsentwicklung; Systematische Einordnung
Elefanten, Familie der Rüsseltiere mit mehreren Arten von Elefanten und Mammuts. Elefanten sind die schwersten heute vorkommenden Landtiere. Die heute lebenden Elefantenarten sind der Indische oder Asiatische Elefant, der in Süd- und Südostasien (u. a. in Indien und Sri Lanka sowie auf Sumatra und Borneo) beheimatet ist, sowie die nach neuerer Erkenntnis zwei Arten südlich der Sahara lebender afrikanischer Elefanten: Steppenelefant und Waldelefant. Der Waldelefant, der früher als Unterart des Afrikanischen Elefanten eingeordnet wurde, gilt heute aufgrund von DNA-Analysen (siehe Nucleinsäuren) als eigene Spezies. Zu den ausgestorbenen Mitgliedern der Familie gehören mehrere Arten der bis zu 4,3 Meter hohen Mammuts (gemessen als Widerristhöhe), der bis ins obere Pleistozän lebende, maximal 3,7 Meter hohe Eurasische Waldelefant und der ebenfalls zu dieser Zeit ausgestorbene, nur 0,9 Meter hohe, auf Mittelmeerinseln beheimatete Zwergelefant. Steinzeitliche Jäger spielten offenbar für das Aussterben von Elefantenarten und anderen Rüsseltieren wie Mastodon und Dinotherium die entscheidende Rolle. Im Folgenden werden die heute existierenden Elefantenarten vorgestellt.
Afrikanische Steppenelefanten erreichen eine Widerristhöhe von ungefähr drei Metern (Bullen ausnahmsweise von bis zu 4,5 Metern), eine Kopfrumpflänge (ohne Rüssel) von etwa vier Metern und wiegen rund drei bis sechs Tonnen. Sie bewohnen Graslandschaften im östlichen und südlichen Afrika. Die etwa zweieinhalb Meter langen und ungefähr ebenso hohen Waldelefanten besiedeln Regenwälder im westlichen Zentralafrika. Afrikanische Elefanten haben größere Ohren als Indische Elefanten; sie sind an der Schulter am höchsten und haben eine faltigere Haut. Sowohl Bullen als auch Kühe afrikanischer Elefanten tragen Stoßzähne, nicht jedoch die Kühe Indischer Elefanten (bei der auf Sri Lanka verbreiteten Unterart trägt sogar nur etwa jeder zehnte Bulle Stoßzähne). Der Indische Elefant bewohnt Wälder und Savannen. Die Bullen haben eine Körperhöhe von bis zu drei Metern, eine Kopfrumpflänge von etwa 3,5 Metern und ein Gewicht von ungefähr vier Tonnen.
Der muskulöse Rüssel ist das unverwechselbare Kennzeichen der Elefanten. Er enthält keine Knochen; es handelt sich um eine stark verlängerte Oberlippe und Nase, mit der Gras, Blätter und Wasser zum Maul geführt werden. Der Rüssel ist ein sehr vielseitiges Organ: Er wird auch als Waffe, zum Trompeten, Laubabreißen und Aufnehmen von Staub für das Staubbad verwendet. Außerdem können die Tiere mit ihm Gerüche wahrnehmen; dazu halten sie den Rüssel gelegentlich hoch in die Luft. Der Rüssel afrikanischer Elefanten hat an seinem Ende zwei Hautlappen, derjenige Indischer Elefanten nur einen. Diese Hautlappen handhaben Elefanten wie Finger, sie können damit kleine Gegenstände aufnehmen und untersuchen. Darüber hinaus dient der Rüssel als Ausdrucksmittel.
Die Stoßzähne sind enorm vergrößerte Schneidezähne und tief in den Schädel eingebettet. Die Stoßzähne afrikanischer Steppenelefanten können in Ausnahmefällen 3,5 Meter lang werden. Die Nutzung des als Elfenbein bezeichneten Dentins (Zahnbeines) der Stoßzähne ist ein Hauptgrund für den Bestandsrückgang der Elefanten. Von den sechs Backenzähnen (drei Prämolaren oder Vorbackenzähne und drei Molaren oder eigentliche Backenzähne) wird in jeder Seite des Ober- und Unterkiefers immer nur jeweils einer genutzt. Ist dieser aufgrund der harten pflanzlichen Nahrung abgenutzt, wird er durch einen größeren ersetzt, der sich im Kiefer von hinten nach vorn schiebt (horizontaler Zahnwechsel). Wenn der letzte und größte der Backenzähne verbraucht ist, muss das Tier verhungern.
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