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ElefantenEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Einleitung; Afrikanische und Asiatische Elefanten; Besonderheiten im Körperbau; Verhalten und Nahrung; Fortpflanzung und Lebenserwartung; Elefanten als Nutztiere; Bestandsentwicklung; Systematische Einordnung
Die Bestände afrikanischer Elefanten sind im 20. Jahrhundert deutlich zurückgegangen. Gründe sind die Jagd nach Elfenbein und die Lebensraumzerstörung durch die Ausweitung von Weideland. Man schätzt, dass allein in den achtziger Jahren etwa 700 000 Elefanten wegen ihrer Stoßzähne abgeschlachtet wurden. 1989 wurde der Handel mit Elfenbein weltweit verboten; von diesem Verbot wurden jedoch wiederholt Ausnahmen erteilt. Eine Folge der Wiederzulassung war eine deutliche Zunahme der Wilderei. Die Bestände der beiden afrikanischen Elefantenarten betragen heute insgesamt etwa eine halbe Million, wovon (je nach Schätzung) etwa ein Zehntel bis ein Drittel auf den Waldelefanten entfallen. In einigen afrikanischen Reservaten haben sich Steppenelefanten in neuerer Zeit wieder so gut vermehrt, dass die von ihnen in den abgegrenzten Gebieten verursachte Überweidung ökologische Schäden zur Folge hat, die andere Arten bedrohen. So hat in Südafrika die Zunahme der Elefantenpopulationen in manchen Gebieten zur Versteppung von Buschgebieten geführt. Infolge des damit einhergehenden Nahrungsmangels richten Elefanten in landwirtschaftlichen Kulturen Schäden an. Man versucht deshalb, die Bestände durch hormonelle Empfängnisverhütung zu kontrollieren, aber auch, indem man Elefanten in andere Parks verfrachtet oder die Populationen durch Abschüsse dezimiert. Der Bestand des Waldelefanten ist allerdings aufgrund der Waldzerstörung stark rückläufig. Vom Indischen Elefanten gibt es im Freiland nur noch rund 30 000 Tiere.
Elefanten bilden die Familie Elephantidae der Ordnung Proboscidea. Die wissenschaftliche Bezeichnung des Indischen Elefanten lautet Elephas maximus und die des afrikanischen Steppenelefanten Loxodonta africana. Der afrikanische Waldelefant heißt zoologisch Loxodonta cyclotis, der Eurasische Waldelefant Elephas antiquus und der Zwergelefant Elephas falconeri.
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